Karrierewege unserer Alumni
00:00:06:
00:00:22: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts der Hamburg Media School.
00:00:27: Dem Ort, an dem wir mit spannenden Persönlichkeiten aus unserem Netzwerk sprechen und einen Blicke in Karrierewege nach dem Studium geben!
00:00:34: Mein Name ist Mirei Kerbert und ich freue mich sehr euch heute durch diese Folge zu begleiten.
00:00:39: Unsere heutige Gästin ist Ramona Jekle, alumna der Hamburg Media School und ein tolles Beispiel dafür wie vielfältig der Weg nach dem MBA im Medienmanagement aussehen kann.
00:00:49: Ihr Weg in die Medienbranche war dabei alles andere als vorbestimmt!
00:00:53: Wir sprechen heute darüber wie genau dieser Weg verlaufen ist
00:00:56: welche
00:00:56: Erfahrungen sie an der HMS besonders geprägt haben und welches Skills heute wirklich zählen
00:01:01: wenn man in
00:01:02: der Medienbranche Fuß passen möchte.
00:01:04: Liebe Ramona schön dass du da bist.
00:01:06: ich freue mich sehr auf unser Gespräch.
00:01:08: So Ramona, richtig schön dass du es heute zu uns geschafft hast.
00:01:13: Wie geht's dir?
00:01:15: Ja dankeschön Mirel.
00:01:16: also vielen Dank das ich da sein darf.
00:01:18: mir geht sehr gut genau und freue mich jetzt auf den gemeinsamen Talk mit dir.
00:01:24: Super dann lass es doch gerne direkt rein starten.
00:01:28: Also du bist ursprünglich ganz klassisch in die Wirtschaft gestartet mit Studium an der Grötte Uni, in Wirtschaftswissenschaften und davor sogar mit einer Ausbildung zur Bankkaufrau.
00:01:39: Und dann kam plötzlich die Medienwelt ins Spiel.
00:01:41: Du hattest geschrieben es gab so ein Seminar.
00:01:44: das hat dich voll in den Bannen gezogen und hatte ich in die Medien Welt katapultiert kann man ja schon sagen Was war das für einen Moment?
00:01:52: Magst du ein bisschen erzählen?
00:01:54: Ja, gerne.
00:01:54: Wobei ich fast rückwirkend sagen muss es war auch gar nicht so der eine Moment in dem es dann Klick gemacht hatte sondern wenn ich da jetzt nochmal rückblickend dran denke was eigentlich ein schleichender Prozess.
00:02:05: also wie du es ganz richtig gesagt hast bei uns im Studium das einfach alles sehr finanzlastig ausgelegt.
00:02:10: wir waren stark im Bereich Wirtschaft vertreten und wir hatten dann im dritten oder vierten Semester einen Marketing-Seminar was ja eigentlich auch das Marketing eher so im Wirtschaftsbereich umfassen sollte.
00:02:22: Und der Prof, der dieses Seminar damals geleitet hatte.
00:02:24: Der kam selber aus der Medienbranche und er hatte dann halt in dem Seminar immer mal so die ein oder anderen Anekdoten aus seinem damaligen Alltag erzählt.
00:02:32: Er war selber viel beim Radio, meine ich mich zu erinnern... hat aber auch viel mit Agenturen zusammengearbeitet, die eben dann in der Medienbranche aktiv waren.
00:02:40: Und ich fand seine Geschichten einfach immer so spannend und da ging es so langsam los dass dann so die Idee aufkam.
00:02:47: Vielleicht gibt's ja dann vielleicht für mich eine Möglichkeit mich auch so in die Richtung zu entwickeln.
00:02:51: das würde ich gerne mal ausprobieren und wir hatten aber in dem Studium selber Ist ja auch ein Stück weit Systemimmanent, einfach keine Möglichkeiten von Finanzen zu Medien zu wechseln.
00:03:00: Also hatte ich Ihnen nach einer Vorlesung mal drauf angesprochen ob er irgendeinen Tipp für mich hätte und dann kam eben relativ schnell auf man könnte bei uns halt versuchen zumindest über die Bachelorarbeit mehr in diese Richtung zu gehen.
00:03:11: Dann habe ich da einen Thema von ihm bekommen bin dann da in so ein kleines Rabbit Hole abgestiegen von TV-Werbe Wirkungsforschungen und wie das zusammenhängt mit Agenturen und Kundenwerbeschaltungen Und hat mich da so drin verloren, dass ich da dann letztendlich im finalen Schritt festgestellt habe.
00:03:28: Das klingt alles so cool und so spannend.
00:03:30: Da möchte ich dauerhaft hin.
00:03:32: Oh wie cool!
00:03:33: War das aber sehr praxisbezogen die Bachelorarbeit oder war das wirklich rein Literatur basiert?
00:03:39: Ah, das war so gut wie gar nicht praxisbezogen.
00:03:42: Das war komplett literaturbasiert zumal es ja auch für unseren Studiengang was sehr ungewöhnliches war.
00:03:47: also man hätte sicherlich die ein oder andere Bachelorarbeit dann auch zusammen mit Unternehmen schreiben und da mehr Praxisbezug reinbringen können.
00:03:54: ich gehe aber stark davon aus dass das eben auch wirklich eher für die Themenbereiche gedacht war die die Uni natürlich in ihrem Jahrgang oder im Studiengang da auch schwerpunktmäßig abdeckt und durch diese Sonderlocke hatte ich da sowieso andere Voraussetzungen gesagt aber war eben auch sehr dankbar drum, weil so eine Flexibilität ist ja auch nicht selbstverständlich.
00:04:14: Ja super!
00:04:15: Aber richtig, richtig cool.
00:04:17: Das heißt du hast dann schon mal ein bisschen in die Medienwelt geschnuppert und du hattest ja dann bestimmt ne Vorstellung von der Medienwelt?
00:04:23: Würdest du sagen dass diese Vorstellung, die du damals hattst wenn du jetzt die Realität ja schon ein bisschen deutlich besser kennst als damals... Ist das noch genauso oder ist es ein bisschen anders als du es dir vorgestellt hast?
00:04:35: Pa, sowohl als auch.
00:04:37: So blöd es auf den ersten Moment klingt.
00:04:39: aber auf der einen Seite hatte ich mir das schon damals super spannend vorgestellt weil ich eben mitbekommen hatte wie viel Bewegung da in dem Alltag einfach drin ist und wie viele neue Dinge man jeden Tag aus Neue entdecken kann was sich an Themen auftun Was sich an Feldern vielleicht auch irgendwie verändern.
00:04:55: Das war nicht total spannend Und wollte es unbedingt machen.
00:04:58: und gleichzeitig ... war mir gar nicht bewusst, wie breit diese Branche aufgestellt ist.
00:05:02: Also damals habe ich dann eben mit meinen Anfang zwanzig Jahren... ... dann ja doch noch relativ naiv da drauf geguckt und dachte, naja gut es gibt TV,... ...es gibt Radio und es gibt das Internet.
00:05:13: Und halt die Printmedien.
00:05:15: klar, die kennt man auch aber mir war gar nicht bewusst, wie viele verschiedene Feldern man in dieser Branche dann einfach noch entdecken kann.
00:05:21: Und hat mich dann immer so nach und nach reingearbeitet über Praktika und über unterschiedliche Projekte um diese verschiedenen Facetten kennenzulernen.
00:05:30: Ich hab dann aber relativ schnell gemerkt, die ein oder anderen Sachen liegen mir vielleicht auch gar nicht, ob ich sie spannend finde und die anderen, die ich bisher gar nicht auf dem Schirm hatte, die gefallen mir sogar so gut, dass ich da noch mal tiefer einsteigen
00:05:43: möchte.".
00:05:44: Okay!
00:05:45: Du hast gerade schon das Wort Praktika genutzt?
00:05:48: Du hast es ja quasi nach deinem Bachelor.
00:05:51: Praktikum bei NTV in Köln gemacht... Würdest du sagen, was war das für ein Praktikum und hat es dir gefallen?
00:06:00: Hättest du dich da länger gesehen oder war das wirklich eher so nice und ciao.
00:06:07: Also absolut!
00:06:08: Hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht und tatsächlich kam aber die ganze Situation eher aus der in Anführungszeichen-Notlage raus weil ich hatte ja dann die beste Arbeit geschrieben gehabt, die war fertig Und ich stand ja dann nach dem Bachelor in Wirtschaftswissenschaften bzw.
00:06:22: Wirtschaftspädagogik.
00:06:24: der Vorständigkeit halber, stand ich vor dem Punkt, wie mache ich jetzt weiter und wie schaffe ich es vielleicht auch noch mal im Folge-Studium in der Medienbranche zu wechseln?
00:06:33: Ich hatte zu diesem Punkt gar keine Idee, wie ich das anstellen möchte und habe überlegt mit Praktika die ersten Praxiserfahrungen sammeln könnte vielleicht ein Türöffner sein Hatte mich dann einfach mal blind auf die verschiedensten Sachen beworben.
00:06:46: Genau, NTV in Köln hatte mir da eine Zusage erteilt, da habe ich mich riesig gefreut und da bin ich damals in der Abteilung Digital Products gelandet was dann eben auch mit Reporting-Themen zu tun hat und eben auch Appentwicklung und wie sich eben die Nachrichtenapp damals also, Jahrzehntzigsechzehn weiter entwickeln kann, was man monitorieren kann, das man an Wettbewerbsanalysen machen kann.
00:07:06: Das war ein schöner Einstieg in der Zeit.
00:07:09: Ich werde auch sehr gerne geblieben.
00:07:10: Auf der anderen Seite war mir natürlich auch bewusst, wenn ich jetzt aktiv in die Medienbranche rein möchte muss ich eigentlich noch irgendwie gucken dass sich dann noch was hinterherbekommen in der Weiterbildung.
00:07:21: also das ist eben nicht so diese Wirtschaftskomponente bleibt mit der ich dann einfach in der Branche selber wenig beitragen kann.
00:07:28: und wie es der Zufall so will habe ich in dem Praktikum tatsächlich damals auch eine sehr liebe Kollegin kennengelernt.
00:07:33: Die war zu dem Zeitpunkt Trainee bei der RTL-Mediengruppe.
00:07:38: Ich müsste lügen, ich glaub drei, vier Monate war sie bei uns in der Abteilung.
00:07:41: Ich selber war ein halbes Jahr da und Sie hatte mir damals erzählt, dass sie von der Hamburger Mediaschool kommt.
00:07:47: Also das war ... Damals noch Greta Gierden.
00:07:51: Und dann hat ich sie damals schon super viel dazu gefragt.
00:07:54: also wie sieht das Studium aus?
00:07:56: Was erwartet einen denn da?
00:07:58: Ist es nicht blöd, wenn ich aus der Wirtschaft komme, macht es keinen Sinn, dass ich das überhaupt versuche weil du hattest ja einen anderen Werdegang als ich Und Greta meinte dann schon damals zu mir, du.
00:08:08: Bei der Hamburg Media School ist das, das entscheiden die selber.
00:08:11: Also das ist nicht automatisch ein Ausschlusskriterium sondern es gibt dann Assessment-Center, bewirb dich einfach mal, erzähl was du machen möchtest, erzähle von deinem Background und wenn die den Eindruck haben dass das passt, dann wird das schon!
00:08:24: Und das fand ich irgendwie so eine schöne und optimistische Perspektive da sich mir dachte naja klar, die Chance die nutze ich jetzt einfach und ja wie's dann so sein sollte hats dann im Assessment Center tatsächlich auch gereicht.
00:08:36: Witzig, weil meine nächste Frage hat es echt gewesen.
00:08:39: Von der BWL macht man ja meist eher einen bwl-klassischen Master, also sprich an der Güte oder LMU oder wo auch immer und du hast dich dann für den MBA an der RMS entschieden?
00:08:50: Also was wirklich dieser Kontakt bei NTV, der dich auf die Idee gebracht hat und hast du davor schon mal von der Hamburg Mediasruhe gehört?
00:08:57: oder war das der allererste Kontakt?
00:08:59: Tatsächlich war das wirklich der allererste Kontakt.
00:09:02: Also ich kam ja aus einer ganz anderen Bubble und ich kam geografisch aus einer ganzen anderen Richtung, also ganz ursprünglich bin ich da genau in Bayern geboren und aufgewachsen und habe mich dann über den Bachelor zumindest nach Frankfurt hochentwickelt.
00:09:14: Das war aber auch schon das äußerste der Gefühle mit Hessen und dann ja klar Köln war dann natürlich mit NRW nicht weit weg von Hessen, aber das war bis dato so das nördlichste was sich da eben geografische geschafft hatte damals von zu Hause weg.
00:09:29: Deswegen genau, zusätzlich dieser andere Bubble mit wie du es auch ganz richtig schon gesagt hattest Bankausbildung und bis dato alles auf Wirtschaft ausgerichtet.
00:09:37: War mir nicht bekannt und ich hatte damals natürlich überhaupt keine Kontakte in die Branche.
00:09:42: also ich dachte mir immer so von außen man selber schaut viel fern so oh wie cool muss es sein da arbeiten zu können.
00:09:48: aber ich hatte überhaupt keine Idee wie kommt man da rein?
00:09:51: Wie kann man das anstellen?
00:09:53: Also ich wäre sehr dankbar gewesen hätte ich diese Info natürlich vielleicht doch schon ein bisschen früher gehabt.
00:09:59: Gleichzeitig kam sie ja noch zum richtigen Zeitpunkt und ich war der Kollegin damals eben einfach auch dann sehr dankbar, dass ihr mir das da so offen alles mit mir geteilt hatte.
00:10:08: Mir da die Tipps gegeben hatte.
00:10:10: Wer weiß wo ich sonst gelandet werde?
00:10:12: Stimmt!
00:10:13: Und wenn wir schon bei der Hamburg Media School sind du bist ja dann an die Hamburg Mediaschool gekommen auch wahrscheinlich mit starken Erwartungen an das Studium und redrospektiv was würdest du sagen?
00:10:24: wurden deine Erwartung untertroffen oder sogar übertroffen oder was genauso, wie du es dir vorgestellt hast?
00:10:31: Also auch da würde ich sagen je nachdem welchen Bereich man dann so ein bisschen auswertet ist von allem was dabei.
00:10:37: Ich hätte niemals erwartet dass wir mit dem Praxisbezug den wir bekommen dann wirklich in der Praxis einen Anführungszeichen-Vorteil haben.
00:10:47: aber wir kommen später wahrscheinlich noch mal genauer drauf zu sprechen.
00:10:51: Das waren schon Dinge und Themen, von denen ich damals überhaupt nicht verstanden habe warum wir das jetzt lernen müssen oder warum da jetzt so aufwendig an den Praxisprojekt die ein oder anderen Modelle mitnehmen müssen.
00:11:01: Und rückblickend wenn man es dann im Alltag einsetzt merkt man oh wow!
00:11:05: Das war nicht nur absolut richtig so sondern dass ist tatsächlich auch ein wahnsinnig großer Vorteil weil der einem dann im Arbeitsleben an vielen Stellen erspart sich nochmal neu einzulernen oder sich neu zu strukturieren.
00:11:16: also das war wirklich richtig stark.
00:11:19: Zwischenzeitlich war es dann aber auch so, dass ich das ganze Zeitthema also dieses Zeitmanagement und wie viel Aufwandeln in die Sachen stecken muss.
00:11:27: Und was ist auch bedeutet?
00:11:29: Trimester anstatt Semestern zu haben... Also dann quasi auch nur einmal Semesterferien anstatt viermal, das habe ich massiv unterschätzt.
00:11:37: Da hatte ich zeitweise gut zu kämpfen und alles abzuwägen mit Werkstudenten-Job und Vorbereitung auf die Klausuren.
00:11:44: Das war so einer der Momente wo ich festgestellt hab.
00:11:46: Ich habe es mir leichter vorgestellt als es letztendlich war.
00:11:50: Und dann kommt natürlich aber zu guter Letzt klar... Thema Medien reisen, das ja auch ein zentraler Bestandteil bei der HMS ist.
00:11:57: Und da wurden die Erwartungen auch – obwohl ich von Greta schon sehr viel Positives gehört hatte – noch mal mehr übertroffen.
00:12:02: Das war dann schon immer so ein Highlight wo ich auch sehr froh war dass wir das mitnehmen konnten.
00:12:08: Ja, super.
00:12:08: Das klingt richtig toll!
00:12:10: Zur Medienreise kommen wir später nochmal.
00:12:12: Ich würde gerne noch mal auf die Praxisprojekte kommen und zwar du hast ja wirklich coole Praxis-Projekte gehabt also mit Axel Springer und dem Warner Bros.
00:12:23: Und wie war das damals für dich schon im Studium an richtigen strategischen Fragestellungen zu arbeiten?
00:12:29: Welche Voraussätze oder andersrum?
00:12:31: welche Herausforderung hat es denn auch mit sich gebracht?
00:12:35: Ja, also es war wahnsinnig spannend natürlich.
00:12:38: Also man kommt so aus der Studienwelt hat maximal die einen oder anderen Praktiker gemacht und plötzlich darf man in so einer kleinen Gruppe bei nicht unbedeutenden Positionen in solchen Unternehmen dann die eigenen Ideen pitchen.
00:12:50: Also das ist schon was, das ist echt etwas Besonderes.
00:12:53: also das hat uns immer wahnsinnig viel Spaß gemacht und auch die Themen die wir damals bekommen hatten an den Praxisprojekten waren auch unglaublich spannend.
00:13:01: ich muss aber auch dazu sagen Ich hatte mit den beiden Team-Konstellationen einfach wahnsinnige Glück weil wir jeweils immer wen mit dabei hatten der oder die total strukturiert war.
00:13:12: Es waren ja auch viele Leute bei mir im Jahrgang mit dabei, die schon Erfahrungen aus der Arbeitswelt mitgebracht hatten und ich kann mich noch erinnern vor allem bei Axel Springer war eine Kommilitonin mit dabei.
00:13:22: Die hatte da einfach so einen genauen Plan dass sie uns da alle richtig schön mit gezogen hat und wir von ihr viel lernen konnten und wir dann aber gleichzeitig in der Gruppe immer versucht hatten auch die Themen nochmal aus den unterschiedlichsten Richtungen zu beleuen.
00:13:36: also ich kann dass wir in einem der Projekte dann über zwei Routen diskutiert hatten und die eine Kommilitonin gedanklich total auf Route eins gesetzt hatte, weil das ihr Steckenpferd war.
00:13:48: Und sie aber durch die Diskussionen mit uns gemerkt hat, naja, Route zwei kann man trotzdem auch noch mal mitnehmen.
00:13:54: Das ist einfach nur nicht Ihr Themenschwerpunkt.
00:13:56: Aber nach dem Motto so lange wir den übernehmen, ist es für Sie fein?
00:14:01: Dann hatten wir ein so in sich geschlossenes Konzept, würde ich sagen ... dass man natürlich immer ein bisschen mit dazusagen, in den Versausten-Wahrnehmungen.
00:14:08: Also wer weiß wie es im Unternehmen dann ankam?
00:14:10: Aber wir waren echt zufrieden am Ende mit den Ergebnissen und hatten gesehen, wie viel Arbeit da drin steckt das von vorne bis hinten zu durchdenken Das ist ja so der erste Schritt Und dann aber auch zu sagen Man muss es schaffen sich in einem Team gemeinsam darauf zu committen das so runterzubrechen und auf den Punkt zu bringen Dass es in den vorgegebenen Zeitrahmen passt weil bei manch geben könnte man ja ewig weit ausholen Da steckt so viel Recherchearbeit drin, da würde man am liebsten alles erzählen.
00:14:37: Aber genau das ist es ja auch was in der Arbeitswelt eine große Herausforderung darstellt.
00:14:41: Dass man all das Wissen, dass man zu einem Thema hat irgendwie so kompakt auf den Punkt bringen und in den Rahmen gießen muss, dass jemand, der das gepitscht bekommt und vielleicht sogar gar nicht so tief drin ist trotzdem versteht worum geht's?
00:14:53: Und warum ist das wichtig?
00:14:56: gut begründet und validiert.
00:14:57: Das war sehr stark in dieser Zeit, dass wir da so viel auf dieser Ebene lernen konnten und auch gemeinsam als Gruppe an den Herausforderungen wachsen
00:15:05: durften.".
00:15:07: Es klingt richtig toll!
00:15:08: Auch eine Frage dazu noch...
00:15:18: Da muss ich dir ganz ehrlich sagen, das weiß ich nicht.
00:15:21: Es wurde von der Uni gemacht.
00:15:22: Also nach welchen Kriterien sie das verteilt hatten?
00:15:25: Ich kann mich nur noch erinnern... dass wir jedes Mal, wenn die Praxisprojekte ausgeschrieben waren, durften wir eine Erst- und eine Zweitpriorität angeben.
00:15:33: Es kann sogar sein, daß ne Dritte mit dabei war, aber ich meine es waren nur zwei!
00:15:37: Und dann wurde das eben immer so im Hintergrund in der in Anführungszeichen Blackbox ausgewürfelt.
00:15:42: Ich denke aber, wenn ich mir rückblickend anschaue wie unterschiedlich wird zusammengesetzt waren Das schon immer.
00:15:48: die Idee war, so aus jedem Bereich jemanden mit reinzunehmen Wie du's ganz richtig sagst Eine Person, die vielleicht auch schon mehr Erfahrung in der Arbeitswelt hat Und teilweise ja sogar auch in der Medienwelt.
00:15:59: Also ich hatte ja auch schon Vorerfahrung durch die Bankausbildung, aber halt im ganz anderen Bereich.
00:16:03: das hat in den Praxisprojekten nicht.
00:16:04: Ich möchte nicht für mein Team sprechen, aber ich traue mich trotzdem mal sagen es hat an einer oder anderen Stelle einfach nicht viel geholfen.
00:16:10: Deswegen hatte ich immer so den Eindruck die Idee war schon zu gucken dass die Gruppe grundsätzlich ausgewogen ist und dass immer eine Mischung aus kreativem Input und strategischen Stärken zusammenkommt sodass jedes Projekt am Ende dann natürlich auch Aus Sicht der HMS ein Erfolg wird
00:16:26: Absolut.
00:16:27: Ja, richtig spannend!
00:16:29: Wie viele wart ihr eigentlich im Jahrgang?
00:16:31: Da fragst du mich jetzt was...
00:16:33: Im Kopf,
00:16:34: vierundzwanzig?
00:16:35: Es könnte aber auch sein dass wir einundzwanzig waren weil wir am Anfang auch einen Kommilitonen dabei hatten.
00:16:42: der war gar nicht ... Der war für den Auslandssemester meine ich sogar im ersten Semester bei uns mit dem Jahrgang.
00:16:48: da kann ich mich aber es ist ja doch schon in Weichen her so gut erinnern.
00:16:52: Aber wir waren irgendwas Anfang, Anfang zwanzig in der Zahl zwischen einundzwanzig und vierundzwzig also schon auch eine Gruppe wo man sagt im zweiten Trimester war das mal nicht, da gab es ein Projekt.
00:17:03: Das war kein Praxisprojekt in dem Sinn.
00:17:05: Es hatte uns manches Grannemann damals dann in den Jahrgang gegeben.
00:17:09: Da haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt und damit war jede Gruppe um die zehn Leute groß.
00:17:13: Und das ist eine Herausforderung also im so großen Team zu schaffen, auf eine gute Lösung zu kommen.
00:17:19: Ich erinnere mich, wir haben uns dann in Untergruppen aufgeteilt weil der Jahrgang dann doch verhältnismäßig so groß war dass man gemerkt hat wow da sind einige Leute die damit zusammenkommen mit Ideen und Input.
00:17:31: Ja, absolut.
00:17:32: Aber auch generell was würdest du rückblickend sagen?
00:17:34: Was war denn so ein prägender Moment von deinem ganzen Masterstudium an der HMS?
00:17:41: Da gab es natürlich auch wieder viele.
00:17:43: Also ich versuch's mal runterzubrechen auf einen fachlicher, einen weiterentwicklungsbedingter und vielleicht ein persönlicher.
00:17:52: also fachlich war ganz klar all die Themen die Ulrike Meyer damals mit uns dann ich sag mal, durchgejagt hatte.
00:18:00: Also es war eine heftige Zeit.
00:18:02: Ich denke da spreche ich den ein oder anderen vielleicht auch aus der Seele.
00:18:06: Wir haben wirklich sehr viel in sehr kurzer Zeit gelernt und das waren auch so ein bisschen diese Rahmenbedingungen die sich am Anfang angedeutet hat also Projektpläne bauen die ganzen Beratungsprinzipien die man dann auf die Praxisprojekte in kürzester Zeit anwendet.
00:18:20: Es hat mich damals schon ein bisschen erschlagen gebe ich zu weil ja dann in der Kürze derzeit zu all dem fachlichen Input noch soviel mit dazukommt.
00:18:28: Aber rückblickend waren das auch die Elemente, die ich jetzt zumindest in meiner heutigen Rolle mit am häufigsten gebrauchen kann.
00:18:35: Also das war das, wovon ich wirklich ganz stark profitiert habe zu sagen man hat verschiedenste Methoden eben dann die Messages am Anfang zu positionieren und am Ende aufzubauen die Storylines bottom up top down die Projektpläne dann die Hypothesen Bäume.
00:18:49: also da gibt es ja ein ganzes Spielfeld an Sachen, die sie uns damit gegeben hat.
00:18:53: Das war schon sehr wertvoll.
00:18:55: Wenn ich da heute aus Praxis Sicht nochmal draufschau, dann hatten wir gesagt genau weiter weiterentwicklungsmäßig oder weiter bildungsmäßig hätte ich sogar fast gesagt dass es die Art und Weise der Feedback Kultur bei uns im Jahrgang war.
00:19:10: Also durch die Praxiprojekte hat das auch noch mal eine neue Dimension angenommen.
00:19:14: aber ich kann mich schon erinnern Im ersten Trimester gab's bei uns damals diese Aufgabe den Medienmarkt vorzustellen.
00:19:21: Da hatten wir auch schon kleine Gruppen in Teams wo wir dann die ersten Zwischenstände präsentieren sollten.
00:19:25: Und mein Eindruck damals war, dass die Professoren damals auch besonders streng mit uns ins Feedback gegangen waren um uns so ein bisschen darauf vorzubereiten das uns hier halt nicht hinterher getragen wird sondern das von uns einfach erwartet wird.
00:19:38: bedenken mit Beliefern ab und wir können aber auch damit umgehen.
00:19:42: Und ich kann mich noch erinnern, dass dann damals dieser Begriff No-Brainer bei den Folien immer gefallen ist nach dem Motto.
00:19:47: Ja aber wer hat die Folie gemacht?
00:19:49: Ist ein absoluter No-Brainer und ich weiß es war eine meiner Folien.
00:19:52: Dann steht man da.
00:19:54: Aber ich habe mir was dabei gedacht und rutscht dann so in dieses rechtfertigende... Ich glaube das habe ich ganz stark aus der Zeit in der HMS gelernt, dass man im ersten Moment dann doch nochmal innehält und erst mal zuhört, reflektiert und überlegt okay Ist was dran oder nicht?
00:20:09: Und dann einfach versucht, das Feedback wirklich als etwas Positives zu nutzen und zu sagen okay.
00:20:14: Dann mache ich es im nächsten Schritt noch mal besser so dass es einfach besser verständlich ist.
00:20:18: Das war einfach auch ein sehr schöner Baustellen und das hat sich natürlich durch alle Praxisprojekte durchgezogen.
00:20:23: also mit Feedback waren wir definitiv am laufenden Band konfrontiert aber auch wirklich in positiven Sinne weil na in der Arbeitswelt sieht sie ja dann auch nicht anders aus.
00:20:33: Und genau dritter und letzter Punkt persönlich ganz klar die Medienreisen.
00:20:38: Also da hat es ja schon angedeutet, da kommen wir auch später noch mal dazu.
00:20:41: aber was wir da kulturell lernen durften oder auch erleben durften und wie toll da diese Programme organisiert waren und was wir an Input bekommen haben das war so eines meiner persönlichen Highlights durchsagt.
00:20:53: Das möchte ich rückblickend wirklich nicht mehr missen.
00:20:57: Ja, okay.
00:20:57: Da hast du gerade richtig viele Infote gegeben.
00:20:59: Ich kann auf jeden Fall an der einen oder anderen Stelle schon relating was die Feedback Kultur angeht auch sehr schön einfach schon mal für uns glaube ich grade zu hören.
00:21:08: das hat alles absolut einen Sinn weil manchmal versteht man es in dem Moment noch nicht und ist dann einfach sehr okay weil wie gesagt nun denkt sich Sachen aber es ist schön zu hören dass das absolut durchdacht ist und dass man den Sinn auch später auf jeden fall noch erkennen wird.
00:21:23: Fests überzeugt
00:21:26: mich da.
00:21:29: Und du hast noch gar nicht angesprochen das Thema Netzwerken, was ja auch im fester Bestandteil von der Hamburg Media School ist?
00:21:36: Was würdest du sagen?
00:21:36: wie präsent war das Netzwerk während deines Masters hier und wie weit hat es dir für deine Berufspraxis geholfen?
00:21:44: Ja, also das Thema Netzwerken war natürlich auch ein ganz zentraler Bestandteil.
00:21:48: Vor allem hatten wir Glück ich bin ja noch der Jahrgang MM-IX Wir waren ja gerade noch vor der Corona Welle im Studium.
00:21:55: Das heißt bei uns gab es auch immer noch diverse Netzwerkveranstaltungen.
00:21:59: Ich weiß leider nicht wie sich das für die Jahrgänge danach dann verändert hatte.
00:22:02: Ich denke mal bei euch hat sie's mittlerweile auch wieder eingependelt.
00:22:05: Zwischendurch kann es sein, dass das mal ein bisschen anders war.
00:22:07: Aber ich glaube, es gab immer Möglichkeiten und Wege mit dem Netzwerk in Kontakt zu bleiben.
00:22:12: Und bei uns war's eben immer so'n ... Ja, ich würd schon sagen, so'nen freiwilliges Angebot.
00:22:16: also Ich hab auch nicht jede Netzwerkeranstaltung damals mitgenommen weil wir ja fachlich teilweise doch so ausgelastet waren, dass ich mich noch erinnern kann, dass sich da nicht die Kraft hatte, noch irgendwie abends auf den Stammtisch oder so zu gehen.
00:22:29: Ich erinnere mich aber auch, dass ist dann immer wieder so einzelne Sonder-Events gab, beispielsweise ... Da gab es mal so ein Dinner ganz am Anfang.
00:22:38: Ich habe leider vergessen wie dieses Dinner hieß aber da durften auch ein paar aus meinem Jahrgang mitfahren und da waren dann Persönlichkeiten aus den unterschiedlichsten Positionen in der Medienbranche vertreten.
00:22:49: Und dann hatte ich da abends am Tisch neben einem Gesessen, der bei ProSiebenSat.eins in Hamburg gearbeitet hat, also bei der Niederlassung.
00:22:56: Dann hatte ich ihm halt einfach ganz offen erzählt, ach ich finde das so cool mit dem Fernsehen!
00:23:00: Ich hatte da ja auch meine Bachelorarbeit drüber geschrieben Und ich hätte ja so Lust, da irgendwie mal reinzuschauen.
00:23:05: Wäre schön wenn sich da mit der Zeit was ergibt und dann hat er irgendwie gemeint naja Wenn du Lust hast, dann merkst dir einfach mal, wenn irgendwann meine Zeit für Praktika ansteht sagt Bescheid.
00:23:15: Das war dann zum Beispiel sowas wo ich mich riesig gefreut hatte dass es einfach in Anführungszeichen leicht sein kann wenn man mit den Menschen spricht.
00:23:24: Was wünscht man sich denn?
00:23:25: Würde man denn gerne hinkommen, dass man dann eine Tür geöffnet kriegt.
00:23:29: Natürlich muss man auch immer... Das ist das Thema beim Netzwerk, was man glaube ich auch mal dazu sagen muss.
00:23:34: Man muss natürlich auch immer selber durch diese Tür durchgehen.
00:23:36: also es war jetzt nicht so, dass es hieß kommt vorbei und du machst das und dann kriegst du den Job sondern es waren ja immer dann trotzdem Bewerbungsgesprächen mit dabei und verschiedene Steps.
00:23:46: Es muss man einfach natürlich auch trotzdem mitdenken.
00:23:48: Ich gehe aber auch stark davon aus, es geht keiner davon aus dass es anders läuft.
00:23:52: Aber das waren immer so die schönen Gelegenheiten.
00:23:54: wenn man da eine Chance bekommen hatte habe ich immer gedacht ich würde sie ganz gerne nutzen und mal ausprobieren.
00:24:01: Im Nachgang war es dann nochmal deutlich wertvoller, was das Netzwerk angeht.
00:24:04: Weil während dem Studium geht's maximal um Praktika oder um Kontakte knüpfen und einfach einmal so ein Gefühl dafür zu bekommen wo kann man denn überall landen?
00:24:13: Und im Nachgang muss ich sagen hatte ich dann auch noch mal die einen oder anderen Kontakte über Stellenausschreibungen, die wir ja beispielsweise in E-Mailverteiler bekommen hatten oder ähnliches, wo ich mich sehr gefreut habe dass auch die dann gesagt hatten sie machen einfach meine Tür auf und wenn nicht durchgehen möchte Soll ich das gerne machen?
00:24:29: Bestes Beispiel, ich weiß nicht.
00:24:30: Du kennst ihn vielleicht auch noch aus deiner Zeit bei der Zeitverlagsgruppe mit Janik Weißel.
00:24:35: Das war damals genau eine Stelle ausgeschrieben, wo ich mich bei ihm beworben hatte und das hat er dann damals fachlich für diese Stelle nicht gepasst.
00:24:43: Ich kann mich dann aber erinnern, dass er meinte.
00:24:45: Er hat da im Hinterkopf das eben bei Zeitsprachen gerade gesucht wird und ob ich da nicht mehr Lust habe vorbeizusauen und mich dazu bewerben.
00:24:52: und das hatte ich dann eben gemacht.
00:24:54: Und so kam das dann zum Beispiel zustande.
00:24:55: also auch ein sehr wertvoller Tipp über den ich bis heute noch sehr dankbar bin.
00:25:00: Ja witzig wie die Zeit manchmal so verläuft Und du hattest auch gesagt bei dem Dinner, da saßt schon neben jemandem von ProSieben.
00:25:08: Du hattet es in der Sommerpause am Praktikum dann bei ProSieben gemacht?
00:25:11: Kam das darüber zustande oder war das eher ... Ah!
00:25:14: Das kam nicht zur Stimme.
00:25:16: Genau ich hatte natürlich noch ein Bewerbungsgespräch beim Redaktionskollegen vor Ort und hatte dann so eine kleine Redaktionspraktikung gemacht weil ich mir zu der Zeit dann auch eingebildet hätte Ich möchte unbedingt in der Redaktionen landen.
00:25:28: so spannend fand, zu sehen wie die Kolleginnen und Kollegen in den Newsrooms sitzen.
00:25:32: Und wieder wirklich dann im Sekundentakt die Breaking-News reinkommen also natürlich mal mehr, mal weniger.
00:25:37: bei NTV war es schon eine andere Flughöhe als jetzt bei Sat.Eins Regional.
00:25:42: aber bei Sat..Eins regional wiederum war der Vorteil dass wir natürlich zu super vielen Veranstaltungen dann auch am Tag selber rausgefahren sind mit dem Kamerateam und ich habe dann aber auch gleichzeitig gesehen wie unglaublich viel Arbeit da einfach drin steckt diese Beiträge so zu komprimieren Ich bin schon kurz angedeutet, kompletten Zusammenhang verstehen.
00:26:01: Bin in kürzester Zeit runterbrechen und in drei Minuten reinkriegen so dass am Ende der fertige Fernsehbeitrag steht.
00:26:08: Und ich habe festgestellt es braucht unfassbar viele journalistische Kenntnisse um diesen Job dann auch wirklich gut ausfüllen zu können.
00:26:15: Die hatte ich natürlich leider nicht Also war das so einer der Meilen.
00:26:18: steinlich gesehen hat.
00:26:19: Es macht total Spaß da einfach mal hinter die Kulissen zu gucken.
00:26:22: aber ich glaube für mich ist dann doch die Richtung im strategischen Bereich ein bisschen passende
00:26:27: Voll spannend, aber richtig toll.
00:26:29: Dadurch ist es ja einfach möglich die Medienwelt so breit gefächert, manches Jahr am Anfang seinen persönlichen Weg zu finden weil manchmal lebt man auch in einer gewissen Illusion und das ist dein Erfolge wenn man dadurch eine klare Richtung bekommt, der man hin möchte?
00:26:43: Absolut!
00:26:44: Und du klingst ein bisschen wie Queen of Networking.
00:26:48: hast Du für uns als Studierende oder potenzielle Studieninteressenten irgendwelche Tipps?
00:26:56: Kann man gut Netzwerken?
00:26:58: Ja, also es ist schön dass es so klingt.
00:27:01: Auch wieder ein klassischer Fall aus dem Versus-Innen Wahrnehmung weil es waren auch viele Sachen mit dabei wo ich mir damals gedacht hatte.
00:27:08: Ich erzähle den Leuten einfach mal was ich gerne machen wollen würde und wenn sich irgendwas ergibt freue ich mich und wenn nicht dann nichts.
00:27:15: Natürlich hatte ich jetzt nur von den Fällen erzählt, in denen es geklappt hat.
00:27:18: Es waren aber auch wahnsinnig viele Fälle dabei wo ich irgendwas erzählt hatte oder wo ich dann auch mal meine Kontaktdaten rüber gegeben hatte und gesagt hatte sag Bescheid wenn ihr wen braucht!
00:27:27: Und ich habe nie wieder was gehört.
00:27:29: Aber ich glaube das gehört auch dazu.
00:27:31: also wenn wir zum Thema Netzwerk sprechen dann wäre mein ganz klarer Tipp da trotzdem immer In einer gesunden Haltung aus, man erzählt den Leuten einfach gerne was man machen würde und wofür man brennt.
00:27:43: Und vertraut ein Stück weit drauf dass diejenigen die das sehen die Info dann auch entsprechend nutzen Und man drängt sich aber auch nicht auf, also das ist glaube ich auch sehr wichtig im Netzwerk-Kontakt.
00:27:53: Dass man auch so ein Gefühl dafür entwickelt, wenn es vielleicht einfach mal nicht passt und man ist auch einfach ein bisschen darauf vorbereitet, sowas zumindest ja dann rückblickend bei mir, dass auch sehr viele Sachen einfach nicht klappen.
00:28:04: Aber das bedeutet nicht, dass man nicht gut genetzwerkt hat oder dass man fachlich nichts drauf hat sondern in der Konstellation oder zu dem Zeitpunkt einfach nicht geklappt hat.
00:28:14: Aber dass einem bewusst ist, dass das dazugehört – ich glaube, das ist ein sehr wichtiger Baustein weil es reicht ja im Grunde auch immer der eine Kontakt mit dem's dann passt und wo sich was draus ergibt, wo's ja egal ist wenn all die anderen Kontakte zwar gehört haben, was man gerne machen will aber es passt halt nicht.
00:28:30: also eine gewisse Resilienz würde ich trotzdem mit empfehlen und gleichzeitig einfach immer offen und unvoreingenommen schon erzählen, was man gerne machen möchte.
00:28:39: Und darauf vertrauen dass sich da im Netzwerk immer mindestens eine Person findet die dann auch vielleicht den Bedarf sieht und weiterhelfen kann.
00:28:49: Das klingt richtig motivierend und gute Tipps tatsächlich auch.
00:28:54: Und wie generell, du hast es auch schon mehrfach angesprochen.
00:28:58: Wir haben hier Trimester an der HMS.
00:29:00: Du hattest ein Werkstudentenjob?
00:29:01: Du hast dann das Praktikum in der Sommerpause gemacht wo ja manche auch die wohlverdiente Sommerpause ein bisschen einfach nur genießen.
00:29:07: Dann hast du auch noch nebenbei als Statistin vor der Kamera gearbeitet.
00:29:11: Wie hast du das alles unter einen Hut bekommen?
00:29:14: Erzähl uns, wie du das machst weil ich glaube da würden sich viele drüber freuen.
00:29:19: Ja also ich muss gestehen, dass... Ich hatte es ja ganz am Anfang mal kurz angedeutet.
00:29:23: Das war tatsächlich die Phase in der ich aber auch festgestellt habe, ich hab mich übernommen.
00:29:27: Also muss man einfach auch mal ganz klar so sagen irgendwie war das mit den Werkstudenten-Jobs dann einfach trotzdem auch noch meine gute Gelegenheit, die ich auch mit reingenommen hatte.
00:29:35: damit ging aber beispielsweise auch ein Herd, dass wir in der einen Praxisprojektrunde im Team dann Ich möchte nicht sagen, wir hatten Streit aber wir hatten eine größere Auseinandersetzung.
00:29:44: Weil ich natürlich nicht mehr so fix einplanbar war wie zuvor durch diese Werkstudenten-Jobs.
00:29:49: und das war dann was wo ich gemerkt habe oh wow!
00:29:52: Ich werde gerade irgendwie keiner Seite mehr zu hundert Prozent gerecht.
00:29:55: also die Teamseite ist enttäuscht dass sich irgendwie doch bei dem einen oder anderen Treffen mal fehl oder auch die Vorbereitungen aufgefangen werden mussten.
00:30:04: Und auch beim Werkstulentenjob war ich oft gestresst weil ich gemärkt hab man tanzt irgendwie wie auf zwei Hochzeiten gleichzeitig.
00:30:11: Ich hatte das Rückblicken trotzdem noch mal so gemacht, weil man in der Kürze der Zeit doch sehr viel an Erfahrungen mitnehmen konnte und weil ja auch die Erfahrung es irgendwie nicht hinzukriegen und trotzdem eine Lösung finden zu müssen.
00:30:23: Auch eine Erfahrung ist.
00:30:25: aber es hat mich auch sehr viel gekostet.
00:30:26: also es wäre jetzt nichts wo ich sagen würde ich kann es unangeschränkt so weiter empfehlen sondern ich würde schon stark empfehle dass man sich gut zeitlich so ausrichtet, dass man sagt, man ist sich bewusst das man auf beiden Themen gleichzeitig dann immer noch genug liefern kann ohne da irgendwie an der ein oder anderen Stelle dann an Qualität zu verlieren.
00:30:45: Und die Sachen, die du da angesprochen hattest genau mit den Statistenthemen, die haben sich tatsächlich durch einen ganz anderen Zufall ergeben.
00:30:52: Die hatte ich dann kurzzeitig mal in der Sommerpause mit eingebaut.
00:30:55: aber das war auch sowas wo ich einfach mal ausprobiert hab.
00:30:58: Es war was anderes und ich habe auch da festgestellt, so vor einer Kamera zu stehen, vor allem bei Liveaufzeichnungen ist es gar nicht meins.
00:31:06: Deswegen war ich froh als dieses Kapitel dann relativ schnell wieder durch war weil die Erfahrung hatte man gesammelt.
00:31:12: aber ich habe da noch einmal mehr gemerkt dass das, worauf ich mich wirklich konzentrieren möchte einfach dieser strategische Bereich ist.
00:31:20: So im Hintergrund dann da die ein oder anderen Projekte zu entwickeln, Strategien auszuarbeiten und mehr aus dem Background zu unterstützen als vor der Kamera.
00:31:29: Ja du hast es gerade schon angesprochen background!
00:31:32: Da springe ich mal direkt zu eurer Medienreise weil ihr wart hier in Rio de Janeiro erstmal richtig cool location also
00:31:40: absolut.
00:31:40: Das ist ein
00:31:41: absoluter Traumreise eigentlich für eine Medienreise.
00:31:44: Und erst mal, wie war das denn?
00:31:47: Und zweite Frage du hast da auch ne Doku gedreht.
00:31:50: Gerne dazu mehr Insights!
00:31:53: Ja also die Reise selber, die war wirklich wahnsinnig spannend.
00:31:56: Zumal wir sind ja... ...sind ja Jahr zwei tausend achtzehn... nein, zweitausend neunzehn?
00:32:02: Zweitausend Neunzehnt sind wir dahin geflogen und es war genau das Jahr in dem Präsident Bolsonaro frisch am Amt angetreten war.
00:32:11: Das war natürlich dann besonders spannend, da mal bei den Unternehmen reinzuhören.
00:32:15: Was verändert sich für euch jetzt auch politisch?
00:32:17: Gerade so die Nachrichtenunternehmen waren für mich unfassbar spannend und das war ein bisschen in der Phase wo ich dann auf diesen Drichter aufgespringen besprungen war dass ich ja eigentlich doch ganz gerne vielleicht redaktionell arbeiten wollen würde.
00:32:28: Und das war etwas was ich schon immer sehr an der HMS geschätzt habe dadurch dass wir verhältnismäßig im Vergleich zu großen Unis wirklich eine überschauliche Größe im Jahrgang haben, dass die Professoren immer grob wussten wer welche Stärken hat oder wer sich in welchen Bereichen weiterentwickeln möchte.
00:32:44: Und dann kann ich mich noch erinnern das Nies Granemann damals auf mich zukam und dann eben meinte naja er weiß eben dass ich ja grundsätzlich gerade Lust habe in diese Richtung zu denken und ob ich nicht einfach die Medienreise mal nutzen möchte um mich an dieser Doku mal ausprobieren will.
00:32:58: Das fand ich eine total schöne Gelegenheit und hat mich da auch einfach gefreut, dass eben sowas auch mitgedacht wird und das eben dann genau die Leute auch einfach angesprochen werden teilweise wenn sie eben gerne mal was ausprobiert wollen.
00:33:10: Ich muss aber auch rückwirkend sagen ich glaube es war.
00:33:12: etwas wo man dann auch noch einmal festgestellt hat ist liegt mir halt jetzt nicht so hundertprozentig.
00:33:17: also es hat Spaß gemacht.
00:33:18: die doku keine Frage Eine Komilitonin mit dabei, die aus dem Videobereich kam und die hatte dann zeitgleich eben so eine Doku über die Reise also von unserem Jahrgang gedreht.
00:33:31: Und die war so unfassbar gut und so unfast vor professionell geschnitten.
00:33:35: Ich meine redaktionelle Doku dagegen... Ich lass sie gerne doch unter den Tisch fallen.
00:33:41: Also ich hab mich über die Gelegenheit gefreut und ich hoffe, für den oder die ein oder andere war vielleicht doch was Hilfreiches mit dabei.
00:33:47: aber das ist halt der Schöne.
00:33:49: ausprobieren und auch gerne mal feststellen Das ist es vielleicht nicht und davon geht aber die Welt nicht runter sondern man hat gelernt Man hat rausgefunden Was man in Zukunft machen möchte was vielleicht auch Nicht mehr Und Hat einfach Chancen und Gelegenheiten genutzt.
00:34:04: Richtig toll ja.
00:34:06: also würde ich so unterschreiben von meinen bisherigen Erfahrungen an der HMS.
00:34:13: Trotz der ganzen Versuche, die du hattest Richtung Redaktion ist ja die Neugierigkeit oft News ganz stark bei dir geblieben weil du hast auch deine Masterarbeit im Zusammenhang in zusammen Arbeit mit ARD geschrieben.
00:34:25: das ist absolut nicht alltäglich und es ging dort um die Auswirkung von Social Media Aktivitäten der Tagesschau auf Glaubwürdigkeit und Authentität der Marke.
00:34:36: Also wie kam es erst mal zu diesem Projekt und magst du uns da noch ein bisschen mitnehmen, um was das genau ging?
00:34:41: Ja gerne.
00:34:43: Tatsächlich kam das auch wieder auf eine sehr ähnliche Art und Weise dazu.
00:34:47: Ich hatte damals dann eben genau mit Andreas Friede.
00:34:50: der hat ja auch super viel mit unserem Jahrgang zu tun gehabt also von Vorlesungen über Gastgespräche.
00:34:55: Der war immer sehr stark involviert und auch das war eben so ne Gelegenheit die ich damals in Anführungszeichen geschaffen hatte.
00:35:02: Ich wusste ja dass er aus dem journalistischen Bereich kommt Und hatte auch ihm dann eben erzählt, dass ich eigentlich wahnsinnig Lust hätte da tiefer einzusteigen und das mich auf das Thema Nachrichten so interessiert.
00:35:12: Dann war er da so nett und meinte dadurch, dass er ja so gut vernetzt ist in dieser Branche, dass der da einen Kontakt hätte – wenn ich Lust habe kann ich einfach mal was pitchen?
00:35:21: Und dann schauen wir mal ob sich da etwas ergibt!
00:35:23: Ich hatte drei Themenvorschläge ausgearbeitet.
00:35:26: Hatte die Kollegen bei ALD aktuell einmal angeschrieben und hat gefragt, ob es theoretisch möglich wäre... dass ich da eben meine Masterarbeit in Zusammenhang mit oder in Zusammenarbeit mit der Firma schreiben dürfte, weil es natürlich dann auch klar war wenn ich das Thema so auf die Firma ausrichten möchte.
00:35:41: Dann braucht man ja auch ein Stück weit die Unternehmensdaten um das wirklich auch belegen zu können.
00:35:46: und tatsächlich war dann bei einen von den drei Vorschlägen Thema dabei wo die ARD gesagt hatte ach cool dann lass uns das gerne machen.
00:35:55: Und dann habe ich da eben genau so diese Masterarbeit schreiben dürfen und das Thema beleuchten dürfen.
00:36:02: Das war ja auch noch mal ein bisschen eine andere Zeit, zurückgespult zu einem Jahrzehnte.
00:36:09: Da war die Tagesschau gerade bei einer Million Follower auf Instagram, was auch schon durchaus präsent war.
00:36:15: Aber es war doch nochmal ne andere Zeit vor TikTok.
00:36:19: wir jetzt heute ganz anders drauf schauen.
00:36:22: Da tut sich in sieben Jahren doch noch mal viel und damals hatte man immer noch so ein bisschen diesen Gedanken gehabt, dass seriöse etablierte Medienmarken ja eigentlich nichts auf Social Media verloren haben.
00:36:33: und die Tagesschau war aber schon damals so'n moderner Vorreiter das ich eben anhand von deren Case versuchen wollte zu beweisen sage ich mal mit Datenlage und allem was man da hat, dass es eben durchaus ein Erfolg werden kann und eigentlich in der heutigen Zeit auch unverzichtbar ist.
00:36:49: Ja, absolut cool.
00:36:52: Richtig tolle Masterarbeit!
00:36:53: Ich glaube da sind viele aus unserem Jahrgang auch neidisch über die Themenwahl, die du da hattest.
00:36:59: Das ist einfach super einzigartig
00:37:01: und das
00:37:02: lau ich dir.
00:37:03: So dann machen wir mal hier ein Cut für die HMS-Zeit und springen mal in deinen Werdegang nach der HMS.
00:37:10: Da ging es ja dann tatsächlich nachdem du dich in den Norden vorgetastet hast erstmal wieder zurück nach München zum Bayerischen Rundfunk Also doch wieder Richtung News sehr stark.
00:37:20: Wie kam es dazu, was war da deine Rolle?
00:37:24: Ja also das war tatsächlich auch eher glaube ich ein Zufall.
00:37:28: Mehr Zufalls als geplant sagen wir mal so weil wir hatten ja im November zwanzig neunzehn unser Studium abgeschlossen und die Bewerbungsphase ist damit komplett in die Corona Zeit gefallen.
00:37:39: Und ich hatte dann damals das Glück, dass trotz Corona-Zeit beim Bayerischen Rundfunk in München eben eine Stelle ausgeschrieben war.
00:37:46: Die Warzahl befristet.
00:37:48: aber es war genau das was ich machen wollte und ich hatte mich dann eben beworben.
00:37:52: Ich gehe rückblickend auch stark davon aus, dass natürlich der Kontakt über die ARD... Nicht der direkte Kontakt, aber dadurch dass ich mich inhaltlich schon mit den Themen der ARD befasst hatte in der Masterarbeit.
00:38:03: Dass das einer der ausschlaggebenden Punkte war, der da vielleicht den einen oder anderen Vorteil gebracht hat natürlich weiß ich es nicht Dadurch, dass das ja doch dann auch eine Senderfamilie ist, könnte ich mir gut vorstellen.
00:38:14: Dass es eben einer dieser Meilensteine war der da so ein bisschen einen kleinen Wettbewerbsvorteil gegenüber den anderen geschaffen hatte und durfte dann da eben genau zwei Jahre lang im Marketing lernen wie man die Formate vom Bayerischen Rundfunk gut vermarktet, wie man Brandkampagnen aufsetzt.
00:38:30: also es war eine wahnsinnig spannende Zeit.
00:38:32: auch
00:38:34: Ja, okay.
00:38:34: Und dann bist du bei News ja eigentlich geblieben?
00:38:37: Dann kam der Switch zu der Zeit Verlachsgruppe genauer gesagt zurzeit Sprachen aber Mehrrichtungsstrategie Business Development und später noch auch wieder Richtung Social.
00:38:47: Was würdest Du sagen?
00:38:48: wie fühlt es sich an in einem Haus zu arbeiten wo noch sehr viel im Print gedacht wurde und nicht so Richtung Online zu gehen vor allem wenn Du ja mit dem online Background hier eigentlich kommst?
00:38:58: Ich glaube Das ist immer so eine zweischneidige Sache aus Herausforderungen und Chancen.
00:39:03: Also zu dem Zeitpunkt, zu dem ich damals gestartet hatte – das sagst du ganz richtig!
00:39:08: Damals waren die Herausforderungen halt wirklich sehr groß weil genau die Verteilung ein bisschen untypisch war im Vergleich zur damaligen Wettbewerbern.
00:39:17: gerade eben auch im Segment Sprachangebote ist es ja eigentlich ein sehr digital starker Wettbewerb.
00:39:23: Also das waren so die Herausforderungen, vor denen wir damals im Business Development gestanden hatten und gleichzeitig bieten solche Zeiten natürlich auch unfassbar viel Chancen also gerade aus strategischer Sicht.
00:39:34: Man kann Konzepte entwickeln man kann überlegen über welchen Hebel kann man versuchen zu wachsen?
00:39:39: Ich hatte dann damals beim Business Development den Schwerpunkt auf den strategischen Markenaufbau gelegt mit der damaligen Geschäftsführerin eben auf unterschiedlichsten Weisen überlegt, wie können wir einfach die Marke groß machen?
00:39:51: Wie können wir wachsen?
00:39:52: Wie könnten wir im Digitalen so in den Wettbewerb einsteigen, dass man an uns dann quasi auch nicht mehr vorbeikommt.
00:39:59: Und ich glaube, man muss da in einer sehr herausfordernden oder gerade wenn man in der sehr herausfordernenden Situation ist sagen wir es mal so, dann macht das Überlegen der Chancen nochmal ganz anders Spaß weil man halt so viele verschiedene Optionen durchprobieren und einfach auch mal testen kann.
00:40:14: Wir hatten dann mit Daten belegt, welcher Weg funktioniert, welchen Weg funktioniert nicht?
00:40:18: Wo müssen wir nachjustieren, wo müssen wir auch komplett umschwenken?
00:40:22: Das war eine super spannende Zeit die ich auch nicht mehr missen
00:40:25: möchte.
00:40:26: Was glaube ich dir?
00:40:28: Und natürlich kam danach aber noch einmal ein kleiner Switch.
00:40:31: da hast du wieder gewechselt, aber den News immer noch treu geblieben und zwar bist du ja dann zum Handelsblatt ins Brandmanagement gegangen.
00:40:39: Warum gab es noch mal einen Switch?
00:40:40: Was hat dich gereizt.
00:40:42: Ja, also tatsächlich war das auch so ein bisschen den Umständen geschuldet weil's dann bei Zeitsprachen ja auch eine Geschäftsführerwechsel gab Und ich war ja in meiner damaligen Position über das Business Development als Stabsstelle an die Geschäftsführerin angedockt.
00:40:56: Also, du weißt es aber vielleicht der Vollständigkeit halber.
00:40:59: kurz?
00:40:59: Der Einschub zur Struktur.
00:41:01: und genau die Zeitsprachen GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Zeit Verlagsgruppe und hat deswegen eben auch noch mal eigene Strukturen also auch eigene Geschäftsführung.
00:41:11: und so kam es eben zustande Genau dass sich damals in dieser Stabs Stelle dann direkt an die Geschäftsleitung berichten durfte.
00:41:17: Und mit dem Wechsel der Geschäftsleitung hat sich dann natürlich aber auch meine Rolle im Hinblick auf den strategischen Markenaufbau stark verändert.
00:41:25: Es kam einfach neue Prioritäten des Unternehmens auf und wir hatten im Zuge dessen geschaut, wie sich meine Rolle entsprechend verändern kann oder wie wir das vielleicht auch entsprechend anpassen können und haben dann dabei aber auch relativ schnell festgestellt, dass diese neuen Schwerpunkte halt nicht mehr zu meinem Profil passen und umgekehrt.
00:41:44: Und damit war dann einfach klar auf kurz oder lang werde ich mich jetzt einfach anfangen, umzuschauen und dann doch nochmal zu versuchen was Neues zu finden.
00:41:52: Und zu genau dem Zeitpunkt war dann eben auch bei der Handelsblatt Media Group die Rolle als Brandmanagerin ausgeschrieben.
00:41:58: das hatte ich dann einfach mal probiert in meiner Bewerbung Und hat mich dann eben sehr gefreut, als es dann tatsächlich auch geklappt hatte.
00:42:04: Weil's ja dann auch quasi doch irgendwie in der Verlagsfamilie geblieben ist wenn auch auf Holzbring-Eben.
00:42:11: Aber das war sehr schön dass sich da direkt eine neue Gelegenheit ergeben hat.
00:42:16: Ja super und das ist ja auch aktuell deine Rolle?
00:42:19: Das ist auch in München richtig?
00:42:22: Richtig!
00:42:22: Also... Man muss dazu sagen, mein gesamtes Team sitzt natürlich in Düsseldorf.
00:42:27: Aber genau!
00:42:28: Wir haben einen Münchner Standort mit Redaktionsbüro und wir sind beim Handelsblatt eben so aufgestellt dass man auch problemlos aus anderen Städten remote arbeiten kann.
00:42:37: und genau die Chance habe ich genutzt und mich da auch sehr darüber gefreut das es möglich war.
00:42:43: Ja voll dann bist du ja Bayern im Herzen wirklich immer ein bisschen treu geblieben?
00:42:47: Ja Studio auf jeden Fall Wenn du das mal schauen musst, dann vielleicht doch noch mal hingeht.
00:42:53: Aber zumindest aktuell
00:42:55: her.
00:42:56: Ja ... wem du natürlich oder welche Aktivität du auch immer treubleibst sind ja der HMS Medienreisen.
00:43:02: also ich hab mir sagen lassen dass es niemanden gibt es auf so vielen Medien reisen immer am Start ist wie du.
00:43:08: Also du warst in San Francisco dabei Du warst bei New York noch dabei und natürlich bei deiner eigenen Medienreise.
00:43:13: Was reißt dich daran?
00:43:15: Immer wieder mitzukommen dich auf dieses Abenteuer am Ende des Tages zu begeben.
00:43:22: Ja, also ich hatte es ja schon am Anfang angedeutet dass das einfach damals auch mit unserer Medienreise so einer der spannendsten Erfahrungen war die ich bis dato je gemacht habe und Ich finde ist es auch so absurd und gleichzeitig so schön wenn man sich mal überlegt dass auf dieser großen weiten Welt egal wo man hinfliegt irgendwie immer jemand aus der medienbranche sitzt den man entweder über die HMS in Anführungszeichen kennt also denen vielleicht dann zumindest die Hms kennen Oder es ist ein Kontakt von jemandem, der auch mal an der HMS gewesen ist.
00:43:51: Also ich habe bei jeder einzelnen Medienreise völlig beeindruckt feststellen dürfen dass egal wo wir hinfliegen Es ist immer möglich da ein Programm aufzusetzen weil da irgendwer arbeitet der wen kennt und dieser Vertrauensvorschuss den man da ja dann als Gruppe bekommen das diese Menschen einem Einblick in den Arbeitsalltag geben und ihre Welt.
00:44:13: Und auch teilweise in die Unternehmen, in die Headquarter wirklich einladen und einem Daturen geben und man da einfach angucken kann wie die am anderen Ende der Welt arbeiten und wie deren Unternehmen aussieht.
00:44:26: Das finde ich wahnsinnig schön und ich glaube, dass es auch eine ganz großartige Gelegenheit ist.
00:44:30: Auch die eigenen Perspektiven nochmal zu erweitern weil natürlich muss man dazu sagen je nach kulturellem Unterschied kommt noch mal mehr oder weniger Lerneffekt dazu.
00:44:39: das ist natürlich auch ein entscheidender Faktor aber Es sind wirklich Dinge und Themen, die ich jedem nur wärmstens ans Herz legen kann.
00:44:46: Weil ich wahnsinnig schön finde wie familiär das jeweils immer vor Ort ist und wie gesagt mit welchen Vertrauen man uns dann da Einblicke gibt und da teilweise Perspektiven eröffnet, die man selber so gar nie mitgedacht hätte.
00:44:59: also das finde ich wahnsinnig spannend und bereichernd.
00:45:03: Was war von den drei Reisen, die du gemacht hast?
00:45:05: Deine Lieblingsreise?
00:45:07: Boah, das ist wirklich schwer zu sagen.
00:45:09: Also San Francisco war schon wirklich sehr toll!
00:45:12: Die waren mir persönlich auch sehr wichtig weil wir da auch ein extrem hochkarätiges Programm hatten.
00:45:17: also mein persönliches Highlight war und es einfach Netflix.
00:45:20: ich meine dass muss man auch erst mal schaffen dadurch die Räumlichkeiten von Netflix getroffen werden.
00:45:25: Das war so mein großer Traum.
00:45:27: irgendwie war dieser Traum vom Fernsehen ja immer noch mehr und dann gut knapp zehn Jahre später ist natürlich nicht mehr Fernsehen sondern dann Streaming.
00:45:34: aber das war extrem beeindruckend.
00:45:37: Gleichzeitig hatten wir da auch einen Termin bei einem der Alumni, der einfach mal in San Francisco ein komplettes Musiklabel gegründet hatte und er war so eine wahnsinnig spannende Persönlichkeit.
00:45:47: Also ich glaube die Mischung an Kontrasten war da besonders schön.
00:45:51: aber kulturell würde ich sofort sagen Brasilien weil Amerika doch noch einmal näher an unseren europäischen Kulturen dran ist wie beispielsweise Südamerika und da geht dann natürlich gleich mit ein her dass man auch kulturellen nochmal ganz anders was dazu lernen kann.
00:46:06: Ja, das glaube ich dir.
00:46:08: Wirst du generell sagen, welche Fähigkeiten sind denn heute oder skills besonders wichtig um in der Medienroge Fuß fassen zu können und vielleicht auch eines Tages mal richtig erfolgreich zu werden?
00:46:20: Ich würde auf jeden Fall sagen Flexibilität bei ihr und auch Motivation weil ich auch glaube dass jetzt all diejenigen zur aktuellen Zeit in der Medienbranche starten wollen, auch nochmal ganz andere Herausforderungen haben als wir sie damals hatten.
00:46:38: Das ändert sich ja alles unfassbar schnell und wirklich sehr, sehr rasant.
00:46:41: Und ich glaube dass das Geheimnis für die heutige Zeit einfach ist, dass man durch diese Neugier, die man mitbringt, automatisch beweist egal in welche Richtung sich die jeweiligen Medien oder auch die Branche entwickelt, in der man gerade arbeitet.
00:46:56: Man is anpassungsfähig!
00:46:57: Man hat die Tools Umgebungen einzudenken, man hat immer irgendwie noch mal eine neue Idee in Petto und zu sagen hey wenn man das jetzt gerade probiert hat und es funktioniert nicht dann geht man es nochmal komplett disruptiv an und probiert einen anderen Weg.
00:47:12: Das hatte ich ja schon so ein bisschen angedeutet dass das auch genau die Dinge sind die wir in den Praxisprojekten in der Theorie immer lernen durften und ich glaube das elegant, in die Praxis zu übersetzen.
00:47:23: Und diese Flexibilität nicht zu verlieren und zu wissen es kann sich binnen weniger Jahre einfach so viel verändern dass die ganze Branche um hundred achtzig Grad gedreht wird.
00:47:32: aber man findet einen Weg und man wird da irgendwie schauen dass man sich damit entwickelt.
00:47:37: Ich glaube das ist ein sehr wichtiger Punkt Um auch auf lange Sicht erfolgreich sein zu können.
00:47:43: Würdest du sagen, dass die HMS dich darauf gut vorbereitet hat?
00:47:48: Weil die Medienbranche bringt ja Herausforderungen mit genauso wie die HMES.
00:47:51: Also würdst du sagen... Du warst gar nicht mehr so überrascht über das alles?
00:47:56: Würde ich schon sagen, ja zumal wir in den Praxisprojekten auch oft den Fall hatten dafür gibt es ja diese Schulterblicke, dass man am Anfang den Auftrag bekommt und man steckt dann da eine monatlang sämtliche Energien in Recherchen und Analysen und ist sich ganz sicher, man hat ihn auch mal richtig verstanden.
00:48:10: und dann kommt der erste Schulterblick Und dann sagt das Unternehmen, so haben wir es gar nicht gemeint.
00:48:15: Das ist die falsche Richtung und da muss man alles in kürzester Zeit wieder über Bord werfen und auch loslassen können.
00:48:22: Ich glaube, dass ist auch ein wichtiger Punkt weil das wird in der beruflichen Laufbahn wenn sich viel verändert ja automatisch auch der Fall sein.
00:48:29: Man muss von alten Wegen loslassen, man muss von Alten Traditionen los lassen können und einfach unvoreingenommen und offen zu versuchen die neuen Wege trotzdem genauso gutzugehen.
00:48:39: also ich glaube das ist der schönste Transfer den man da vielleicht noch mal schlagen kann und der zumindest für mich auf die Art und Weise entstanden ist.
00:48:47: Okay,
00:48:49: und für wen würdest du denn den MBA an der Hamburg Media School empfehlen?
00:48:56: Also auf jeden Fall würde ich sagen es ist definitiv das Richtige für Leute, die auch wissen sie möchten in die Medienbranche also wirklich eine der Top-Anlaufstellen, wenn ich sogar die Top Anlaufstelle natürlich.
00:49:08: persönliche Meinung aber finde mich so frags.
00:49:11: Und gleichzeitig glaube ich auch dass es gut geeignet ist für Leute die einfach Lust auf Praxisbezug haben und die auch mal ihre Komfortzonen verlassen wollen oder die lernen wollen wie man damit umgeht.
00:49:22: also ich durfte Sowohl im Jahrgang über mir als auch unter mir und in meinem Beobachten, dass die Karrierewege danach wirklich so vielfältig waren.
00:49:31: Es sind nie alle in der Medienbranche geblieben, sondern es gab immer Leute, die noch mal komplett die Branche gewechselt hatten... Dadurch, dass wir ja auch über diese ganze Beratungsdenke von Ulrike Meier und über die Praxisbezüge so viel an Tools gelernt haben, die sich auf unterschiedlichste Weise anwenden lassen ist es quasi auch in meinen Augen eine gute Gelegenheit das einfach mal mitzunehmen.
00:49:53: Und danach aber vielleicht noch einmal einer komplett anderen Branche Fuß zu fassen halt mit dem großen Vorteil, dass man sich in Medien gut auskennt.
00:50:00: also es gibt Ja kaum eine Branche mittlerweile, die nicht auf irgendeine Art und Weise auch mit Medien zu tun hat.
00:50:06: Deswegen denke ich, dass es eine super Voraussetzung für die unterschiedlichsten Richtungen sein
00:50:10: kann.".
00:50:12: Und was sollten Bewerber in den potenziellen Mitbring?
00:50:16: fachlich oder persönlich?
00:50:17: Du hattest eben schon das Wort Neugier gesagt, fallen dir noch weitere Eigenschaften
00:50:22: ein?".
00:50:23: Ja, auf jeden Fall Motivation.
00:50:25: Weil ich glaube wenn man nicht den Drive hat diese zwei Jahre sich auch wirklich voll und ganz nutzen zu wollen dann wird es sehr sehr heftig.
00:50:33: also Dann hätte ich die Sorge dass man da in dem Studiengang auch nicht glücklich werden kann.
00:50:37: Also sollte einem schon bewusst sein Dass man da wirklich ein Stück weit einfach auch arbeitet.
00:50:42: also es ist Studieren und arbeiten zugleich ob mit oder ohne Werkstudenten Job Ich glaube das muss einem bewusst sein.
00:50:48: aber Diese Schönheit der Chancen, die sich damit eben auch alle ergeben.
00:50:52: Ich finde sie machen es wieder wett.
00:50:53: also deswegen hätte ich gesagt eine gesunde Mischung aus Motivation Resilienz und Optimismus ist vielleicht auch nicht verkehrt.
00:51:02: Okay unter allerletzte Frage Hand aufs Herz was sollten potenzielle Bewerberinnen vor dem Studium wissen um sich klar zu machen Was Sie vor sich haben in den nächsten zwei Jahren?
00:51:14: das ist eigentlich wirklich wie eine sehr harte Arbeitswelt in zwei Jahren kompakt zusammengedröselt ist.
00:51:22: Aber und das hatten wir vorhin ja auch schon kurz besprochen, ich glaube eben dass diese teilweise doch sehr harten Feedback runden, dass die Teil des Prozesses waren.
00:51:30: also sie haben schon darauf abgezielt einen gut auf die Arbeitswelt vorzubereiten.
00:51:34: Ich glaube auch dass der extrem hohe Workload darauf ein Stück weit abzieht Dass man einfach lernt wie man Zeit managed Wie man mit seinen Kapazitäten haushaltet.
00:51:42: Also es sollte einem bewusst sein Nicht das klassische entspannte Studium mit jeweils zwei Semesterferien, in denen man sich immer noch mal schön erholen kann.
00:51:51: Sondern dass ein Schauen wirklich sehr viel Input erwartet aber eben auch mit dem entsprechenden Output am
00:51:56: Ende.
00:51:58: Super Ramona!
00:51:59: Das ist ein absolut tolles Schlusswort.
00:52:02: Vielen Dank für deine Zeit und ich freue mich auf die Folge.
00:52:06: Ja danke dir Mirelle.
00:52:08: nochmal vielen dank für die Einladung.
00:52:09: Ich bin auch schon sehr gespannt.