HMS... und jetzt?

HMS... und jetzt?

Karrierewege unserer Alumni

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00:00:06: HMS.

00:00:08: Und jetzt?

00:00:09: Wie es nach

00:00:09: der coolsten

00:00:10: Medienhochschule Hamburgs weitergeht, erfahrt ihr hier im Podcast HMS.

00:00:16: und jetzt viel Spaß!

00:00:28: Dieser Frage widmen wir uns heute mit unseren Gästen, Linus Günther.

00:00:31: Der Jahr ist er erfolgreich abgeschlossen und Lukas Nahtrat, Absolvent des Filmstudiengangs im Bereich Regie.

00:00:40: Wie sie ihr gemeinsames Spielfilm-Projekt Letzter Abend realisierten, was sie auf dem Weg dahinter zulärnten und wie ihnen das Studium an der HMS dabei geholfen hat erfahrt ihr in der heutigen Folge.

00:00:52: Mein Name ist Paul Neuhausen und damit herzlich willkommen zum Podcast der Hamburg Media School HMS und jetzt.

00:01:12: Ja,

00:01:16: es freut mich auch sehr heute mit euch ein bisschen quatschen zu können.

00:01:19: Und bevor wir jetzt auf eure jetzige und zukünftige Arbeit hier vor Ort sowie darauf zu sprechen kommen wie ihr beide euch eigentlich gefunden habt würde ich erst nochmal kurz auf eure persönliche Geschichte eingehen wollen da die ich heute hergebracht hat und ihr könnt sonst gerne noch ergänzen Genau, Lukas du.

00:01:36: Für dich war Film schon vor der HMS immer ein Thema.

00:01:39: Du hast seit deiner Kindheit eigene Filme gedreht und war Starsteller bei deutschen Fernsehproduktionen.

00:01:45: Im Bachelor der Amerikanistik an der LMU hattest du einen Auslandssemester im Bereich Schauspiel An der London Academy of Music and Dramatic Art also der Lambda absolviert.

00:01:56: Im Filmstudiengang im Bereich Regie bist du dann vollständig in die gestalterische Richtung gegangen und bis heute als Regisseur und Screenwriter tätig.

00:02:05: Du Linus, dich zugehst im Bachelor an die Filmuniversität Babelsberg wo du Erfahrungen im Bereich der Regie- und Drehbuchschreiben gesammelt hast Und dann bist du nach meinem Wissen aus vorherigen Gesprächen an die HMS in den Medienmanagement-Studiengang gegangen, um dich breiter aufzustellen und nicht nur vom Erfolg in der Filmbranche abhängig zu sein.

00:02:24: Die Filmwelt hat dich aber nie komplett losgelassen so dass du nun als Inhaber deiner eigenen Filmproduktionsfirma Klinker filmen gerne in Kollaboration mit Lukas den Fokus auf das Schaffen von Filmprojekten gelegt hast.

00:02:36: Stimmt das erst mal soweit?

00:02:39: Ja!

00:02:40: Perfekt, dann wäre meine erste Frage an euch beide.

00:02:44: Erinnert ihr euch an einen prägenden Moment beziehungsweise ein filmisches Werk das euch emotional so getroffen oder inspiriert hat dass ihr wusstet?

00:02:51: Das will ich selbst mal machen auch wenn es ein fordernder Beruf ist.

00:02:54: gern zuerst Lukas dein Dinos.

00:02:59: Ja viele viele.

00:03:01: Linus weiß viele filmische erlebnisse.

00:03:02: Ich versuch's jetzt mal zu begrenzen.

00:03:05: Also... Ich würde sagen der erste Film der mir gerade einfällt aus meiner Kindheit ist Oceans Eleven.

00:03:11: Da war ich zehn oder neun, wie ich den im Kino gesehen habe.

00:03:16: Ich fand das so cool und hab einen Film gemacht mit meinen Cousins und meinen Schwestern ... Der hieß Gangster Kids!

00:03:24: Und über vier Jahre geht's um Kinder, die einbrechen.

00:03:28: Das ist voll cool.

00:03:29: Ja genau.

00:03:31: Und der war inspiriert von Ocean's Eleven und vom Hitchcock-Film To Catch a Thief.

00:03:36: Ich war einfach so'n kleiner Seniast schon immer und war total ... filmobsessiv seit ich denken kann.

00:03:42: Steven Soderberg, muss ich sagen ist dann auch ein Regisseur der der Ocean's Heaven gemacht hat er so eine krasse Bandbreite und Vielseitigkeit hat und den finde ich auch total spannend wie so Wechsel zwischen total im independenten Kino und Hollywood Blockbusters.

00:03:54: Und sein erster Film den habe ich dann erst nach der Filmhochschule sogar gesehen Sein Debütfilm mit dem er schon die gollende Palme gewonnen hat was Sex Lies in Videotape.

00:04:02: und das ist So ein großartiger Film und der war sicher auch eine der Inspiration für letzter Abend.

00:04:08: mein Und ich würde sagen, dann so ein Film der mich sehr geprägt hat den ich auf der Filmhochschule gesehen habe ist von John Casavides A Woman Under the Influence mit Gina Rollins.

00:04:20: Das ist so einen Film aus den siebziger Jahren amerikanisches Independent Kino und der hat mich einfach total... umgehauen, weil ich dachte wow das darf man.

00:04:30: Also als ich das gesehen habe war ich so inspiriert und dachte das ist erlaubt!

00:04:34: Man kann einfach eine Szene zeigen zehn Minuten an einem Estisch wo es nur unvermeintlich oberflächlichen Smalltalk geht aber ganz viele ganz abgründige zwischenmenschliche Dinge darunter verhandelt werden und so viele Verletzungen und Sehnsüchte dabei zu sehen sind.

00:04:52: also Es geht um eine Frau, die am Rande eines Nervenzusammenbruchs ist.

00:04:58: Und das ist ein ganzen Film und es ist einfach fantastisch gespielt und John Cassavides sicher ein ganz großes Vorbild!

00:05:05: Super spannend.

00:05:06: Also, ich glaube das können viele auch nachvollziehen mit diesem Übergang von irgendwie dem Blockbuster-Film Auschwitz Eleven und so.

00:05:13: ah dann waren sie die Polizisten zu irgendwie diesen ganz runtergebrochenen irgendwie wie auch Thomas Winterberg oder so mit den ganzen menschlichen Momenten.

00:05:21: dann Und genau Linus, wie sieht's da bei dir aus?

00:05:24: Jetzt hat der Stineas natürlich vorgelegt.

00:05:29: Ja, genau!

00:05:32: Was ich würde sagen in so Kindheitsjugendjahren war ich ein riesiger Fan der Truman Show.

00:05:39: Das war, glaube ich so mein erster richtiger Film wo ich jetzt abgesehen von irgendwelchen Kinderfilmen wirklich komplett geflasht war weil ich auch... Ich weiß gar nicht wann ich ihn geguckt habe aber auf jeden Fall hab ich es halt überhaupt nicht gecheckt.

00:05:51: also ich wusste überhaupt nicht worum's geht und hab überhaupt nicht geteckt dass das irgendwie eine Fernsehshow ist und so.

00:05:56: Also ich war quasi wie Truman und hab mit ihm zusammen rausgefunden und das war einfach mega geil!

00:06:03: Ich fand das super spannend.

00:06:07: Und dann bin ich tatsächlich, also mir wurde Fernsehen sehen eigentlich immer früher verboten.

00:06:12: Ich durfte immer nur Pfefferkörner gucken... Du durftest

00:06:14: wie ich durfte nur Wochenends schauen?

00:06:16: Ah nee, Wochenend war komplett verboten!

00:06:18: Mitwochabend Pfefferkörner ist das höchste der Gefühle.

00:06:22: Aber wir sind manchmal halt ins Kino gegangen und da eigentlich vor allem in deutsche Filme und da erinnere ich am meisten die fetten Jahre sind vorbei und ein Freund von mir.

00:06:32: Ein Freund von Mir von Sebastian Schipper finde ich bis heute Ein super, super schönen Film.

00:06:36: Weil es so tragikomisch ist und so persönlich... Und ich habe danach diese ganzen Regie-Kommentare, keine Ahnung was mir angeschaut.

00:06:45: Das war glaube ich auch ein bisschen der Moment wo ich irgendwie dachte vielleicht kann man das ja sogar beruflich machen weil ich halt die ganzen behind the scenes auf der DVD dann geguckt hab und auch hundertmal geguckt habe.

00:06:56: Ich fand das auch so spannend, weil ich das eigentlich so... Das war eine Nichtgeschichte, fand ich so ein bisschen.

00:07:04: So viel erzählt eben nicht so äußerlich, genau.

00:07:08: Und trotzdem vollständig ist weil es eben innerlich sozusagen dann so viel erzählt.

00:07:14: Das fand ich ganz toll.

00:07:16: und dann habe ich ehrlich gesagt an der Filmuni bei Michael Wedel hieß der Prof glaube ich, schaut out, habe einen Seminar über Terrence Malick besucht und da habe ich glaube ich zum ersten mal richtig verstanden wieviel... Kunst sozusagen hinter so einem Film ist und wie viel.

00:07:35: ich habe eben nicht die Cinema und alle möglichen Sachen abonniert gehabt, sondern wie viele Gedanken man sich um dieses Produktfilm machen kann.

00:07:47: Genau meine nächste Frage an euch wäre was wär bei euch der Point of No Return in die Filmwelt einzusteigen?

00:07:54: Und wie es euch bei euch am Ende spezifisch die HMS der Schritt im Master geworden?

00:08:00: Beziehungsweise bei dir Linus, dachtest du, dass du den Weg spezifisch zurück in die Filmwelt gehen würdest als du im Digital- und Medienmanagement angefangen hast an der HMS?

00:08:10: Nee.

00:08:10: Es war so ein bisschen so, dass ich eigentlich immer wusste wenn ich filmen machen möchte dann möchte ich aber irgendwie die eigenen Filme machen Und nicht jetzt für irgendwelche großen Filmproduktionsfirmen irgendwelchen Vorabendserien oder so.

00:08:26: Davon wurde mir ehrlich gesagt einfach... Überall ziemlich viel auch abgeraten.

00:08:30: Also alle haben so dieses düstere Bild vom independenten Filmemachen gezeichnet, auch an der Filmonie schon.

00:08:38: und dann hatten wir eh, weil ich ja nicht Filmproduktion oder so studiert habe an der Filmmonie, hatten wir dann ein paar andere Seminare die sozusagen insgesamt mehr auf digitale Medien ging und dann dachte ich okay, dann versuche ich irgendwie das noch mal da und dann hab' ich in den Seminaren schon immer gemerkt bei der HMS Dass es mich dann immer, wenn's um Film ging doch wieder viel mehr angefixst hat als bei allem anderen.

00:09:02: Und dann war der entscheidende Punkt mein Praktikum zwischen dem ersten und zweiten Jahr das ich in Tel Aviv gemacht habe und bei dem ich dann Titus Kreienberg kennengelernt hab.

00:09:10: Mit dem ist auch immer noch Partner in einer Firma also hat noch einen kleinen Anteil.

00:09:15: Der hat gesagt, ich hab grad Klinkerfilmen gegründet – In Hamburg willst du das nicht machen?

00:09:21: So, willst du das nicht mit Leben füllen?

00:09:23: Ich wär so ein bisschen im Hintergrund dein Mentor.

00:09:25: Wird ihr Leute vorstellen?

00:09:26: Wird dir auch so das erste Projekt mal

00:09:28: rüberwerfen?".

00:09:30: Das war eine palästinensische Co-Produktion, Waschib und das war mein Eintrittspunkt wo ich dachte okay jetzt werd' ich wirklich beschreut wenn ich das jetzt nicht versuchen würde sozusagen.

00:09:41: und dann hat es sich zum Glück immer weiter fortgesetzt.

00:09:45: aber ich hab ja nebenbei noch ganz viel weiter Warners gearbeitet also... Abseits der Filmenindustrie.

00:09:51: Ich muss auch sagen, dass ich bis heute noch einen weiteren Nebenjob hatte also so wie Lukas seine Schauspieljobs oder immer mal wieder nebenbei macht oder dramaturgische Beratung.

00:10:00: Ich arbeite parallel noch bei GeoSchütz den Regenwald.

00:10:02: das ist ein kleiner Verein in Hamburg der sich für den Erhalt des Regenweits einsetzt und da arbeite ich im Teilzeit und habe zum Glück einfach eine ganz tolle Vorgesetzte Ines Possemaier die mir da ganz viel Freiraum einräumt parallel eben auch Klinkerfilm machen zu können.

00:10:19: Aber das nimmt einem so ein bisschen die Unsicherheit, wenn es mal auf der anderen Seite vielleicht nicht so läuft wie er hofft.

00:10:26: Genau!

00:10:28: Das war glaube ich so der Punkt in Tel Aviv wo ich dachte okay da wurde mir auch so der Mut zugesprochen von Titus So macht doch mal versucht ist einfach und dann habe ich mich getrunnt.

00:10:41: Drei Monate war ich in Tel-Aviv

00:10:44: Super cool also auch auf jeden Fall unsere Studierenden anwerten immer Auslandssemester mitnehmen, immer die Kontakte suchen.

00:10:52: Weil es kann sich echt immer eine Tür auftun aus der dann auch super viel entstehen kann was wir jetzt hier auch bei Linus zu hören.

00:11:00: Genau Lukas wie war's bei dir?

00:11:02: Was war bei dir so?

00:11:03: der Point of No Return?

00:11:04: und wie bist du auf dem HMS Regimaster gekommen Mit drei

00:11:08: Jahren bei der Point Of No Return?

00:11:11: Ja tatsächlich Der Point of no return war ziemlich früh wie Linus schon sagt Und dann war immer so die Frage ja wie Und dann, also ich habe ja eben schon wie du richtig gesagt hast vorher auch schon früh gespielt immer wieder.

00:11:26: Wollte einfach unbedingt zum Film machen auf welcher Art auch immer und hab dann alle möglichen... Also ich spiele immer noch immer wieder in Fernsehrollen aber hab auch Praktiker gemacht am Set bei irgendeiner Sitcom im Szenenbild-Departement die Teller abgewaschen über die Erfahrung die teilweise wirklich absurd war, werde ich auch mal irgendwas machen filmisch.

00:11:51: Das weiß ich muss ich filmisch irgendwann verarbeiten.

00:11:53: aber dann war immer so die Frage okay ah wie traue ich mir das zu selber?

00:12:02: also ich wollte es unbedingt immer selber Filme machen selber schreiben.

00:12:05: Ich habe das immer wieder gemacht.

00:12:07: Aber Dann war einfach so die frage Wie und da ist eine Filmhochschule ein super Sprungbrett einfach.

00:12:15: Und ich hab dann einfach irgendwann diesen Schub gehabt, so eine Inspiration den ersten richtigen Kurzfilmen zu schreiben und zu inszenieren mit einer Schauspielerin.

00:12:27: So seine Dorothea Schneider die jetzt auch in meinem Debütfilm mitgespielt hat und eigentlich hoffentlich in so den meisten meiner Filme wieder mitspielen wird.

00:12:37: Und das war so schön diese Erfahrung diesen Kurzfilm zu drehen.

00:12:42: ein glücklicher Tag hieß es.

00:12:45: Das hat alles, war ein Kammerspiel in einem Raum.

00:12:48: Es geht um eine Schauspielerin so sein, die sich auf den Casting bewirbt und ich hab selber auch mitgespielt dem Praktikanten der Casterin, der so Machtspiele mit ihr macht und ihr suggeriert viel wichtiger zu sein als er eigentlich ist.

00:12:59: und sie in diesen Machtgefälle als Schauspielerin glaubt ihm das, während sie da nervös wartet.

00:13:04: Und es geht wirklich nur um diese Statusspiele- und Machtdynamiken zwischen diesen beiden Menschen was mich einfach immer noch und immer wieder filmisch total fasziniert Zwischenmenschliche Machtdynamiken und zwischenmenschlichen Absurditäten, Abgründe und Missgeschicke und Missverständnisse.

00:13:19: Und das war so toll.

00:13:22: dieser Dreh diese vier Drehtage und diese Proben Tage mit so einem kleinen total netten liebevollen Team so wertschätzend aber auch so fokussiert zu konzentriert So genau und es hat sich wirklich angefühlt wie nach Hause kommen.

00:13:35: also weil wir so okay dass Das bin ich.

00:13:40: So, das ist einfach dieses Amtssets sein zu inszenieren mit tollen Schauspielern und Schauspieltinnen.

00:13:46: Mit einem kreativen Team ist einfach das Absolut aller, aller Schönste.

00:13:50: Und es so der Moment auf den ich immer wieder hin... arbeite und den ich gerne viel öfters hätte, kommen wir ja noch drauf.

00:13:57: Wie lang teilweise so diese Pausen sind zwischen dem Projekten leider wenn man das so macht wie ich oder wie wir sowas Linus schon gesagt hat dieses independent film machen.

00:14:06: Und damit habe ich mich dann beworben an der Hamburg Media School.

00:14:09: Ich hatte mich mit Teilweise auch anderen Filmen weil jede Filmhochschule bei der Bewerbung was anderes will An anderen Filmhochs Schulen auch beworfen und da hat es nicht geklappt und wurde auch erst mal in dem Jahr sehr sehr Ja Entmutig, weil ich viele Absagen hatte.

00:14:26: Und dann hat es aber im Master auf der Hamburg-Media-School geklappt und mich einfach an nicht allen, aber einigen der deutschsprachigen staatlichen Filmhochschulen beworben.

00:14:37: Die, wo's geklapptert war in Hamburg.

00:14:41: Das hat sich sowieso einen Triumph angefühlt, da aufgenommen zu werden und diese sehr schwierige Aufnahmeprüfung durchgestanden zu haben.

00:14:50: trotz und Wasser geschwitzt bei dieser Aufnahmeprüfung.

00:14:53: Ich weiß noch, wie die Koordinatorin damals und die Assistentinnen immer zu mir kamen und mir so eine Zehbarrolle gebracht haben um einen Schweiß abzuwischen weil ich es so gestresst war und man hat nur ne Stunde Zeit und man muss diese Schauspieler, diese zwei Schauspielen inszenieren vor den Dozenten, die dann die Jury sind, die einem auch immer wieder unterbrechen.

00:15:11: Nee das machen sie jetzt nochmal anders!

00:15:13: Warum?

00:15:13: Haben sich's so gemacht?

00:15:14: also Sie wollen einen unter so nem extremen Stress aussetzen.

00:15:20: Stresssituation am Set, das ist ja auch immer viel Druck und so weiter da.

00:15:23: Und auch glaube ich umzusehen wie kannst du mit ihnen arbeiten als Student?

00:15:29: Ja dann haben sie die Prüfung noch abgebrochen aber sie hatten einfach keine Zeit mehr was sie mir natürlich nicht gesagt hatten sondern ich dachte Sie wollen mich nicht.

00:15:37: Ich habe es soweit geschafft unter den letzten vierzehn geschafft ich werde mich wieder bewerben und dann haben Sie mir gesagt wir nehmen sie und ich konnte das gar nicht glauben.

00:15:45: Das war wirklich ein Gefühl von geil.

00:15:48: es geht weiter.

00:15:49: Ich werde mit einem Film genommen, der sehr ich ist und der sehr persönlich ist.

00:15:55: Und es macht mir so Spaß!

00:15:56: Und ich bin jetzt hier unter sechs Regie-Studierenden einer der ausgewählten... Das war schon wirklich ein tolles Gefühl weil man natürlich dann eine ganz andere Plattform hat auf der Filmhochschule auch durch die Vernetzung, die Kontakt in die Branche und da denkt man auch das geht alles schneller und leichter als es am Ende ist.

00:16:15: aber Krass wichtiger Sprung.

00:16:18: Super schön zu hören, vor allen Dingen dieses Überkommen und klar man kennt das ja auch dass man an den Filmhochschulen auch eigentlich nicht denken kann, dass man auf Anhieb angenommen wird und dann klar ist natürlich ein schöner Erfolg.

00:16:30: und vor allem wenn es dann auch so gut geklappt hat.

00:16:33: Und genau, du hast dann für die nächsten auch zwei Jahre den Master in Regie im Fachbereich Film beschritten und du Linus gleichzeitig im MBA in Medienmanagement.

00:16:46: Dann wäre auch nochmal meine Frage wie ihr euch dann überhaupt begegnet seid?

00:16:49: Das sind ja zwei Flure, die auch übereinander liegen und halt in den Kursen hat man eigentlich keine Berührungspunkte so richtig.

00:16:58: Wie seid ihr da aufeinander gestoßen?

00:16:59: Was gab es für eine

00:17:01: Berührungen?

00:17:02: Gar nicht.

00:17:04: Auf den AMS haben wir uns gar nicht getroffen, oder?

00:17:06: Außer vielleicht mal zufälligerweise in der Mensa... Haben die überhaupt gleichzeitig das studiert?

00:17:11: Ich war zwanzigsechzehn bis neunzehnt.

00:17:13: Kannst du uns das sagen?

00:17:15: Ich warte zwanzich sechzehnten

00:17:18: bis neundzehn!

00:17:18: Sechszehn?

00:17:19: Warum hat man so lange da?

00:17:20: Also ich sage

00:17:20: immer Neunzehn, weil Neunzin der Abschlussfilm-Premiere hatte und dann erscheint es nicht so als ob man... Ein Jahr Pause, ein Jahr nicht gemacht hat.

00:17:28: Ja also man ist Ende achtzehn fertig aber der Abschlussfilm hat neunzehnt.

00:17:32: Premiere deswegen.

00:17:33: Okay ja ich war sechzehn siebzehnte da.

00:17:34: wir hatten eine Überschneidung offenbar.

00:17:37: Kennengelernt haben wir uns über Lena Fackler.

00:17:40: die hat uns zusammengebracht bei dem allerersten Film den ich alleine produziert habe.

00:17:45: am ende der Worte hieß er den hat sie geschrieben und damals hat sich aber nur geschrieben mittlerweile für Sie.

00:17:50: auch Regie in Debütfilmen durfte nämlich auch gerade produzieren, ist gerade fertig geworden oder gerade primiert.

00:17:57: Genau und die hatte Lukas den Spiel gebracht als Regisseur für den Film und sie wollte eigentlich eine Frau haben.

00:18:03: und da hat sie irgendwann gesagt es gibt einen Typen dem würde ich das auch zutrauen.

00:18:09: Und dann haben wir uns getroffen zu dritt und dann halt es aus anderen Gründen am Ende doch nicht geklappt irgendwie zeitlich und so.

00:18:16: Und

00:18:17: Lena und ich hatten

00:18:18: studiert

00:18:20: zusammen.

00:18:21: Ich hatte ihren Zweitsemester-Film, den sie geschrieben hatte.

00:18:24: Das war wirklich total schöne Erfahrung!

00:18:27: Es war ein ganz anderes Genre als ich es eigentlich mache aber es war auch interessant das mal auszuprobieren.

00:18:31: Es war so fast ein Thriller, eine Mischung aus Sozialdramatriller der bei der Bundeswehr gespielt hat wo es um ne Soldatin geht die nen Übergriff erfährt von nem männlichen... Kameraden sozusagen und sich damit auseinandersetzen.

00:18:45: Muss wohl interessanterweise Sebastian Jakob Doppelbauer mitgespielt hat, der dann mit mir mal ein Debütfilm geschrieben und da die Hauptrolle gespielt hat.

00:18:51: also Die Kreise schließen sich irgendwie auch immer wieder von diesen Kurzfilmen wie man sieht.

00:18:56: Und Lilly Meinhardt halt auch mitgespielt, die mit mir zusammen an der Film-Universität studiert hatte.

00:19:05: Nee, aber dadurch sind wir... Das war Lena Wachler.

00:19:07: Die Drehbuchautorin und genau die hat uns einander vorgestellt.

00:19:10: Und seitdem sind wir eigentlich in Kontakt geblieben.

00:19:13: Ich hatte einige Treffen mit Produzenten nach der Hamburg Media School.

00:19:17: Mein Abschlussfilm KIPA hatte auch einige Preise gewonnen den Studio Hamburg Nachwuchspreis.

00:19:21: Den gibt es heute nicht mehr.

00:19:22: Der ist jetzt mit dem First Steps Award zusammengelegt Aber das war oder ist ein wichtiger Nachwuchspreis und den den European Sealists Award habe ich gewonnen und so.

00:19:32: also dadurch hatte ich eine gewisse Aufmerksamkeit bekommen, Sichtbarkeit erhalten oder zumindest was schön sowas auf den Lebenslauf zu schreiben.

00:19:45: Ich wurde trotzdem abgelehnt von den Filmförderungen.

00:19:48: dann erst mal so.

00:19:49: also es war jetzt nicht dadurch viel einfacher aber auf jeden Fall war ich bei einem paar Produktionsfirmen auf dem Schirm und ich würde wirklich sagen das Treffen mit Linus in der Zeit wo ich da Leute getroffen habe weil das total beste.

00:20:06: Dann kam Corona und wir sind im Kontakt geblieben.

00:20:08: Wir haben dann irgendwann gesagt, lass uns mal so eine Jour fix machen.

00:20:12: Und haben in der Woche oder alle zwei Wochen gesumt und uns über Ideen ausgetauscht.

00:20:21: Dann hab ich dem Linus ein Drehbuch geschickt was wirklich für mich wie ein Test war weil das ist so ein Drebuch dass ich in einem Rausch geschrieben habe von drei Wochen eigentlich auch einen Kammerspiel, einen Langfilm wo es um jemanden geht, der in einem Zugabteil sitzt und immer mehr bedrängt wird von einer anderen Person die sich rausstellt.

00:20:42: Ein ehemaliger Klassenkamerad war den er erst nicht erkennt und das ist eigentlich so ein Psychospiel innerhalb eines Zugabteils.

00:20:50: Und ich dachte mir, wenn ihr das gut findet... weil ich wirklich dachte, oh Gott!

00:20:55: Das wird kein Produzent irgendwie mögen, weil's ja erstmal so kamerspielartig und so wenig reißerisch daher kommt.

00:21:03: Das wäre krass, dacht ich.

00:21:05: Ich weiß, ihr hattet ihn sogar am Nehen.

00:21:06: Ich hatte es dir so prokrastiniert bis ich's dir schickele.

00:21:10: Weil ich immer dachte, oh Gott nee!

00:21:11: Ich will mich dem gar nicht aussetzen.

00:21:12: im Urteil und das war sehr persönlich geschrieben einfach... Und dann hab' ich sie geschickt und du hast es... Wir hatten am nächsten Tag Zoom und ich hätte nie gedacht dass du es liest aber du hast bis zum nächsten Tag gelesen was mir dann gleich gesagt... ...ich bin zwei Stunden deshalb früher aufgestanden und habe es gelesen und du hasst so teure reagiert.

00:21:28: und wo hast du genau auf die Punkte auch... Bezug genommen, die mir halt so wichtig sind diese ganz feinen zwischenmenschlichen Nuancen und Ambivalenzen und Machtspiele und Mikroaggression wie man das jetzt sagen würde.

00:21:45: Und dieser Subtext in den Dialogen ist es wahnsinnig viel Dialog.

00:21:48: aber also das ist einfach eine Sache die mich interessiert und die sich so durchzieht bei mir.

00:21:51: Die Dinge werden eigentlich nicht ausgesprochen d.h.

00:21:54: Dialog per se ist nicht gleich Dialog, weil es gibt Dialog wie wir ihn oft vielleicht auch im deutschen Fernsehen sehen wo Dinge sehr explizit benannt werden die man sowieso im Bild sieht.

00:22:05: Wo Gefühle einfach eins zu eins ausgesprochen werden oder Informationen über eine Leiche die dort liegt die wir aber eh dort liegen sehen gesagt werden.

00:22:12: nochmal so damit der letzte Zuschauer verstanden hat Oder es gibt halt die Dialoge und das interessiert mich halt so krass Allein wenn ich ihm im Zug sitze, ich höre so krass gerne wie Leute reden weil es sagt so viel aus über den Status das Milieu und die Haltung auch ihre Macht, ihre Sicht auf die Welt.

00:22:31: Wie Leute miteinander kommunizieren?

00:22:32: Das finde ich einfach unendlich interessant und krass filmisch!

00:22:35: Wenn die Dinge nicht explizit eben... ausgesprochen werden, die Gefühle oder so.

00:22:39: Und sitze ich oft da und schreibe mit.

00:22:41: So ist auch ein bisschen dieser Film entstanden, in dem ich Linus geschickt habe.

00:22:46: Ein psychoduell zwischen zwei Figuren.

00:22:50: Lange Rede kurzer Sinnen der Linus hat es komplett verstanden!

00:22:53: Ich war so froh weil ich dachte krass dass das rüber kommt für den Produzenten.

00:22:58: Das war auch ein ganz anderes Gespräch als ich jetzt von der Filmhochschule gewohnt war von den Leuten mit denen ich zusammengearbeitet hatte ein ziemlicher Fokus in eine sehr gesellschaftspolitisch relevante Richtung ging, was ja wahrscheinlich auch sehr bewusst aufs deutsche Fernsehen hin geplant ist.

00:23:22: Also es ergibt Sinn von der Überlegung weil im deutschen Fernsehen natürlich viele solche Stoffe gemacht werden.

00:23:28: aber es ist, sag ich mal sinneastisch filmisch atmosphärisch nicht so das was mich interessiert Beziehungsweise, es muss auf jeden Fall... Es geht irgendwie immer um gesellschaftliche Fragen.

00:23:39: Aber ich find's spannend, wenn die so subkuntan unter der eigentlichen Handlung und in den Figuren liegen.

00:23:46: Und das hat Linus total verstanden!

00:23:48: Und dann war das jetzt eine sehr lange Antwort auf die Frage.

00:23:52: aber das hat mich total begeistert.

00:23:54: Das sind die Momente wo man das ja auch merkt Kurz zustimmen, ich finde das auch ein Ding im deutschen Fernsehen.

00:24:00: Dass oft sehr überschwellig schon fast geredet wird und dass gerade diese Suspense sich aufbaut.

00:24:05: Auch durch die Spannung, die vielleicht nicht ganz greifbar ist oder nicht direkt ausgesprochen wird aber halt man einfach im Raum spürt und so was.

00:24:13: Und dass viele große Filmemacher auch schon begriffen hatten und da viel drauf aufgebaut haben.

00:24:20: Das kann ich gut nachvollziehen und das ja natürlich auch wichtig als Produzent und Regisseur da ein bisschen übereinstimmend eine Sicht auf das Projekt zu haben.

00:24:29: Ja und es ergibt auch voll Sinn, dass du jetzt sagst also hättest mir schon mal gesagt, dass ein Freund von mir dein Lieblingsfilm ist oder einer deiner immer noch lieblingsfilme weil eben wie du sagst äußerlich geht's um nichts großes und innerlich gehts um alles und das interessiert und verbindet uns glaube ich auch.

00:24:43: Cool

00:24:43: dann noch eine Frage Lernweise spürt man an etwas alte, älter eingesessenen Institutionen wie Babelsberg oder Lambda zum Beispiel eine gewisse Tradition oder Schule im Denken und Arbeiten.

00:24:58: Und wir habt ihr eure Zeit an der noch vergleichsweise jungen HMS im Vergleich dazu wahrgenommen.

00:25:03: vor allem in Zukunft so day-to-day, Alltag an der HMS, die Arbeit mit Tuzierenden zuerst die muss gerne.

00:25:10: Naja also ich glaube bei mir war der Hauptkontrast Also wie gesagt, an der Hamburg Media School wurde zumindest damals der Filmflur sehr klar vom Media Management Flur getrennt.

00:25:22: Und natürlich gab es an der Filme Uni in Babelsberg wusste man auch, in welchem Studiengang man ist und so.

00:25:29: aber man hat eben... Es gab einen Kicker und an dem haben sich eigentlich immer alle getroffen und dadurch hatte man die ganze Zeit mit Regie-, Produktions-, Drehbuch-Menschen zu tun Und dadurch hat es sich einfach viel mehr vermischt und dadurch war's so die ganze Zeit.

00:25:47: Also ich erinnere noch, wenn man eine Kantine gegessen hat oder so dann hat man plötzlich irgendwie... Plötzlich wurde das irgendwo laut und da wusste man okay der Schauspieljahrgang ist wieder unterwegs und probt irgendwas und bezieht uns jetzt gleich plötzlich ein oder so.

00:26:03: also diese ganze Schule hat als Film geatmet und dadurch für mich relativ schwer vergleichbar, weil dann die Hammung Media School im Vergleich beim Medienmanagement-Jagangen natürlich halt eine Managementschule war sozusagen.

00:26:17: Und ich glaube das waren total wichtige Skills, die ich da mitbekommen habe.

00:26:21: aber es ging sozusagen weniger um Kunstform sondern eher eben um ne Marktperspektive und um alles was dann ja auch praktischerweise oder nicht alles Aber vieles was dann am Ende bei Filmen auch doch wieder eine Rolle spielt.

00:26:38: Das muss man auch sagen, das ist bei independent filmmaking immer noch eine der absolut größten Herausforderungen.

00:26:47: Wie bringe ich den Film am Ende zu den Zuschauenden?

00:26:50: Und wie kriegen die das eigentlich mit?

00:26:52: und wie erreiche ich sie und all solche Sachen?

00:26:54: Da wiederum waren natürlich Kurse in Online-Marketing und alle solchen Sachen praktisch.

00:27:02: Wenn man da eigene Firma hat, bei der man am Ende ... des Jahres bestenfalls mehr Euros in der Kasse haben sollte als vorher, ist es natürlich auch gut irgendwie ein bisschen Gespür dafür zu haben wie planig-einlichen Cashflow und all solche Sachen.

00:27:17: Das sind natürlich alles Sachen die irgendwie ja in der Filmproduktion am Ende auch wichtig sind.

00:27:21: aber genau von den Schulen waren so unterschiedlich in dem Ansatz dass ich jetzt nicht sagen würde das das eine irgendwie tradierte auf mich wirkte als das andere oder so

00:27:32: Super spannend.

00:27:33: Lukas war das bei dir, also du warst ja auch nur für ein Auslandssemester an der Lambda aber trotzdem wäre es sehr interessant.

00:27:40: Also die Lambda war auf jeden Fall sehr traditionsgeprägt sag ich mal.

00:27:47: Es ging ganz viel um Shakespeare.

00:27:48: Das war einfach so das Hauptding und für mich als Nicht-Native-Speaker auch echt herausfordernd Aber total spannend.

00:27:59: Auch noch viele Dinge von dort, die ich da in den paar Monaten gelernt habe.

00:28:04: Also ein ganz wichtiges Schauspiel-Improvisationsspiel, mein Status Spiel hab' ich von dort gelernt und es hat mich total ungehauen.

00:28:13: als jetzt ganz kurz zusammengefasst geht es darum die Figuren in einer Probensituation in verschiedene Statusposition zu bringen im Machtgefälle und das immer wieder auszuwechseln mit Karten.

00:28:27: Also man macht es wirklich wie mit einem Kartenspiel, so was nimmt man immer total gerne mit.

00:28:32: auch in Shakespeare ist natürlich sehr viel einfach wenn ich alles drin über menschliche Abgründe und menschlichen Geschichten Und auf der Hamburg Media School sind aber auch viele Konventionen oder auch klassische Muster gelehrt wurden von den Dozierenden, die ja auch schon Jahrzehnte teilweise im deutschen Film und vor allem im deutschen Fernsehgeschäft arbeiten oder gearbeitet haben.

00:29:05: Das heißt ich würde sagen da hat sich jetzt insofern nicht so ein Unterschied gezeigt von der Rangensweise der Methoden.

00:29:13: Okay, cool.

00:29:14: Du hattest auch schon viel gesprochen oder halt auch schon angesprochen dein Abschlussfilm an der HMS Kipper Der wie du auch schon erwähnt hat es den internationalen TV's Medienpreis gewonnen hat und meines Wissens nach auch als Bildungsmaterial an Schulen sogar verwendet wird.

00:29:29: Und da wollte ich einfach noch mal fragen wie sich das anfühlt und welche Bedeutung dieses Projekt für dich hatte und auch weiterhin hat.

00:29:36: also der Film hat mir auf jeden Fall geholfen, selbstbewusstsein zu entwickeln als Filmmacher.

00:29:45: Weil die Dreharbeiten sehr viel Spaß gemacht haben.

00:29:48: Das war eine sehr intensive Arbeit mit einigen Jugendlichen und ich würde sagen in der Inszenierung von den jugendlichen Schauspielern.

00:29:56: von diesen sechzehn, siebzehn-, achtzehnjährigen Jungs habe ich auch ganz viel mitgenommen für die Inszenierungen auch eben nicht mehr jugendlichen Schauspielern.

00:30:05: Weil ich glaube, ein Teil für mich zumindest des Regie-Führends ist auch wirklich ein ermutiger, ein befähiger, fast wie so einen Fußballcoach zu sein der die Leute auf die Arena, auf das Spielfeld schickt und ihn wirklich ganz viel Energie mit gibt Und nicht nur teilweise sicher auch Mikro zu managen und ganz präzise gerade bei total geschulten tollen Schauspielen kann man es ja auch machen fein zu justieren, aber auch wirklich eine Energie vorzugeben.

00:30:34: Und das war einfach total toll!

00:30:36: Es war ein sehr heißer Sommer wo eine ja wirklich krasse Energie teilweise war und man auch wirklich ansagen musste um diesen Jugendlichen auch da Fokus zu geben und Konzentration mitzugeben.

00:30:51: Und dann würde ich sagen, dass diese Preise sich auf jeden Fall auf dem Lebenslauf sicher nicht schlecht auswirken.

00:30:59: Wie gesagt, ich habe trotzdem erst mal keine Drehbuchförderung erhalten und musste viel jobben und viele andere Sachen zum Geld verdienen machen nach der Filmhochschule als Drehbuch schreiben und Filme machen.

00:31:12: aber ich habe mehrere Stipendien bekommen.

00:31:16: Basel zum Beispiel war für mich wirklich ein Gamechanger.

00:31:19: Die Filmmacherresidenz da, aber auch das Roger Wilhelmsen Haus oder die Klausensiemann Stiftung in Hamburg und ich glaube für all das hat es sehr geholfen dass dieser Film und diese Auszeichnung, die dieser Film erhalten hat, dass das dann draufstand

00:31:32: Ja, super cool.

00:31:33: Und es hat sich dann ja auch schon gelohnt für den weiteren Lebenslauf.

00:31:37: Ihr seid dann ja in ... dass ihr euer gemeinsames Spielfilmprojekt letzte Abend zusammenrealisiert habt?

00:31:46: Der Film erzählt so wie ich das mitbekommen hab von einem jungen Paar, das vor einem Umzug von Hannover nach Berlin einen Abschiedsessen für Freundinnen veranstaltet und beobachtet in einer einzigen Nacht wie sich versteckte Konflikte Generationsdynamiken und Beziehungen zu Spitzen, auf diese Art und Weise wie du es auch schon beschrieben hattest Lukas.

00:32:04: Und er hatte damit dann auch einen guten Festival Run angefangen bei der Tiger Competition.

00:32:09: Rotterdam war international erfolgreich und hat den Max-Ophilspreis für Regie mitnehmen können.

00:32:15: Erst mal herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle!

00:32:17: Danke

00:32:19: gerne gerne.

00:32:20: Und was mich dazu dann noch interessieren würde, wie war der Sprung?

00:32:23: Vor allen Dingen auf das finanzielle Technische.

00:32:25: Wie auch auf die künstlerische Haltung bezogen von kurz- beziehungsweise mittellangen Filmprojekten und dann zu einem wirklich eigenen Film außerhalb des HMS Settings komplett in voller Spielfilmlänge.

00:32:37: mit welchen Rückschlägen und Risiken musstet ihr euch auch diesen erwähnten Erfolg durchschlagen?

00:32:42: gerne Linus.

00:32:44: Also finanziell war es gar kein Sprung!

00:32:48: Wir haben den Film... für viertausend Euro oder so gedreht.

00:32:52: Das war ja eine Reine, da muss Lukas gleich viel mehr erzählen.

00:32:56: Aber das war quasi nachdem der erste Corona-Lockdown wieder weg war aber die Schauspielenden im Theater immer noch nicht spielen durften oder nur ganz begrenzt und dann hat sich das Feuer entfacht.

00:33:09: ich glaube ich kann dann eher vielleicht Richtung Auswertung wieder mehr sagen.

00:33:14: aber zum Prozess muss Lukasz mehr erzählten.

00:33:17: Ja wobei man schon sagen muss linus dass diese und ich glaube das ist wirklich eine wichtige rolle eines produzenten auch die ermutigung deine ermutigung einfach ne sehr große rolle gespielt hat für mich Das selbstbewusstsein zu haben diesen film in sieben tagen Zu drehen.

00:33:32: weil das ist schon eigentlich sage ich mal ziemlich absurd In sieben Tagen mit einer kamera ein langfilm drehen zu wollen auch wenn es in fast nur Einer location gespielt, hat oder in einen wenigen locations.

00:33:44: Lukas hat mir auch am Anfang gesagt, dass es ein Kurzfilm wird.

00:33:46: Das war wirklich die erste Überlegung weil wir uns das gar nicht zu oder ich das gar nichts aussprechen wollte diese total hypertrofe Idee einen langen Film in einer Woche zu drehen.

00:33:58: aber

00:33:59: wirklich also Linus hat uns einfach zwei tausend fünfhundert Euro gegeben für die Dreharbeiten.

00:34:06: Ein Wahnsinns in Westein.

00:34:08: Einfach weniger das finanzielle als wirklich dieses Gefühl von Ja, go for it!

00:34:12: Das klingt cool.

00:34:13: Macht das?

00:34:14: Also du hattest noch nicht mal einen Drehbuch gelesen und hattet... hat es zu gesagt, du hättest ein anderes Drehbuch von mir gelesen, hattes meine Sachen gesehen und hast ich glaube ich deswegen einfach Vertrauen gehabt.

00:34:22: aber das ist so essentiell und ich glaub dass wird wirklich auch in der deutschen Filmbranche oft unterschätzt dieses Vertrauen des Produzentinnen-Produzenten einem Regisseur oder einer Regisseure entgegenbringen wie essenziell das ist befähigt und ermutig fühlt, weil es gibt eh in der ganzen Branche die ganze Zeit Zweifler- und Nein-Sager.

00:34:46: Und eigentlich keiner wartet auf dich, selbst wenn du Preise gewonnen hast.

00:34:49: Es gibt hunderttausend andere Leute, die ihre Filme machen wollen.

00:34:53: Es gibts diese sehr eingefahrenden Strukturen überall in den Sendern, in den Großproduktionsfirmen usw.. Schlange stehen, um Filme zu machen oder ihre Ideen pitschen überall.

00:35:05: Das heißt und es gibt eine extreme natürlich oft Risikoaversion überall gerade neuen jungen Talenten neun Geschichten gegenüber.

00:35:15: das heißt da gibt's eh die ganze Zeit Leute die sagen nein ich glaube Darren Aronofsky hat das mal gesagt.

00:35:21: Wenn ein Oscarpreisträger das sagt, Regisseur von Black Swan und The Restler und Requiem for a Dream.

00:35:27: Dann beruhigt es, der hat mal gesagt the amount of knows you have to hear as director every day is incredible oder sowas.

00:35:35: Das beruhigt mich immer so was zu hören.

00:35:36: wenn ich denke okay, wenn's selbst dem so geht dann ist das ok auch wenn ich das Gefühl habe dass man die ganze Zeit halt Nein hört.

00:35:43: Und dann einen Produzenten zu haben, das kann ich wirklich nur betonen der einen so ein Schub gibt und sagt hier ich gebe dir ein bisschen Geld go for it macht das.

00:35:51: unser Deal war dass wir die nächsten Filme zusammen machen und es war einfach... Ich weiß noch ich hatte damals eine Agentin und er hat mir total abgeraten davon.

00:35:57: Ein Produzent ist nicht ihr Freund hat er mir gesagt und ich finde das so eine seltsame sehr altbackene Einstellungen, weil ich denke warum?

00:36:07: Warum können wir eigentlich nicht befreundet sein und zusammen Filme machen.

00:36:10: Also das ist... Und es toll ist hat sich wirklich bewährt.

00:36:12: Das ist jetzt fünf sechs Jahre her und wir sind nicht nur immer noch befreündet sondern würde ich sagen viel viel besser befreundet und wirklich sehr intensiv zusammengewachsen in einer freundschaftlichen kreativen professionellen Beziehung In einem gemeinsamen Büro hier in der Filmfabrik auch.

00:36:28: und insofern würde ich dieser sehr altmodischen These komplett widersprechen die ich gerade geäußert habe von diesen besagten Agenten, bei dem ich übrigens nicht mehr bin.

00:36:37: Und das war also ein ganz wichtiger Schub so in der Zeit und dieses Drehbuch... Wie gesagt, war wirklich mit heißer Nadl gestrickt.

00:36:46: Wir wussten so jetzt in Kurzzusammenfassung... wir haben eine Woche im Sommer, wir haben kein Geld aber wir haben ne Leerewohnung in Hannover und haben daraufhin unsere Ideen Sebastian Jakob Doppelbauer der Co-Autor und Hauptdarsteller des Films.

00:37:01: Und ich habe unsere Idee auf diese leere Wohnung geschrieben.

00:37:03: daraus hat sich dieses Abschiedsessen entwickelt und wir haben dann für dieses grandiose Schauspiel-Assemble unbedingt wiederarbeiten werden.

00:37:14: Hoffentlich, wenn wir es finanziert kriegen...

00:37:16: Nicht hoffentlich!

00:37:18: Auf jeden Fall?

00:37:18: Auf jeden fall.

00:37:19: Egal wie wir das finanzieren bekommen.

00:37:22: Wieder zusammenarbeiten werden genau aber für die haben wir diese Rollen auch entwickelt und mit denen zusammen Und ich muss sagen Für mich Linus hat schon gesagt finanziell war's natürlich haben wir überhaupt nichts verdient in der gesamten Dreh- oder Produktionszeit.

00:37:37: Die Postproduktion war ja auch sehr lang und sehr langwierig.

00:37:40: Vor allem diese Drehzeit, diese sieben Drehtage waren für mich eine der schönsten Wochen meines Lebens überhaupt.

00:37:46: Weil das so ein beglückender ermutigender Freutvoller wertschätzender aber auch krass fokussierter perfektionistischer unerbittlicher Prozess war wo man gemerkt hat wow wir sprechen alle

00:37:57: eine Sprache

00:37:58: also die ganzen Schauspieler und ich so einen Ensemble dass wir müssen gar nicht so viel reden weil wir uns sofort verstehen und so ein Humor insgesamt da ist ganz toll, weil wir ganz persönliche Dinge verarbeitet und erzählt haben ohne dass es würde ich sagen privatisierend oder eine Nabelschau war sondern trotzdem einfach eine insgesamt wie sicher dann in den Reaktionen und dem Erfolg des Films gezeigt hat auch eine unterhaltsame zugängliche filmische Geschichte.

00:38:28: Also für mich war's ein bisschen Befreiungsschlag nach der Hamburg Media School oder in einer Filmhochschule wie der Hamburg Media School mit sehr vielen Meinungen konfrontiert ist.

00:38:37: Man lernt dabei auch viel, aber es ist auch sehr, würde ich sagen manchmal verunsichernd einengend.

00:38:43: Man hat Abnahmen und man wird in den Luft zerrissen bei den Abnahmen seines Films teilweise.

00:38:49: Und hat einfach sehr viele unterschiedliche Meinungen.

00:38:51: Wenn man gerade in so einer fragilen Findungsphase ist, dann denkt man so oh Gott!

00:38:54: Oh Gott!

00:38:55: Werde ich das je machen?

00:38:56: Werde dich jemals einen eigenen Film machen

00:38:58: können?!

00:39:01: Also nach dieser Woche, ich weiß noch das war so ein tolles Gefühl gesagt wir haben jetzt hier einen Langfilm gedreht in dieser Woche.

00:39:06: Keine Ahnung ob es funktioniert aber auf jeden Fall eine tolle Zeit und wir sind alle besser befreundet raus als rein gegangen was auch ein gutes Zeichen ist Und war ein winziges Team.

00:39:15: Philippierstedt der Kameramann Troll natürlich, was die Hamburg Media School dann für Verbindungen aufgebaut hat.

00:39:22: Philipp Jirstedt der Kameramann des Films, mit dem hatte ich auch meinen Zweizimesterfilmen an der Filmhochschule gemacht.

00:39:27: Der hat da Kamera gemacht und hat das ganz allein gestemmt mit einer kleinen Blackmagic Pocket-Kamera.

00:39:34: Und wir haben da eben bei vierzig Grad in Hannover in dieser Wohnung da gedreht.

00:39:41: Dann war die Frage so wie wird der Film jetzt fertig?

00:39:45: Beziehungsweise wie wird er überhaupt geschnitten?

00:39:47: Und Säker Oldhoff, die wirklich großartige Editorin mit der ich auf der Hamburg Media School auch zwei Kurzfilme schon kippa und mit dem Bund gemacht hatte.

00:39:57: Die wollte ich unbedingt dabei haben für den Schnitt aber die hat natürlich viele bezahlte oder besser bezahlten Jobs.

00:40:02: wir haben dann von einem ganz tollen In Vestor, Sponsor und Unterstützer Jan Meier eine finanzielle Unterstützung bekommen.

00:40:10: Von zehn Tausend Euro für den Schnitt wo wir aber auch ganz viel Equipment zahlen mussten und Miete zahlen müssten für die Schneideräume also im Prinzip war es nur eine Aufwandsentschädigung für die Editorin.

00:40:21: so am Ende Und ich musste ja zwischendurch auch mal wieder arbeiten um Blöd gesagt, auch die Miete zu zahlen.

00:40:26: War in dem Jahr zum Glück auch in der Klaus- und Simon Stiftung in Hamburg, wodurch ich monatlich ein bisschen Geld gekriegt habe durch die aber hab dann so viele Imagefilme in dem hergedreht.

00:40:33: Hab selber als Schauspieler gearbeitet immer wieder in kleinen Rollen bei Fernsehproduktionen.

00:40:38: Hab eine Werbesache gedreht, hab dann als Second Unit Regisseur für große Serien angefangen zu drehen all das in der Zeit wo ich dann in einer Woche wo ich mal frei hatte von den anderen Jobs dann wieder im Schnitt saß oder nachts an dem Film gearbeitet hat usw.

00:40:52: Also in der Postproduktion war dann auch noch wichtig, weil wir ja eben für den Drehenuhr wirklich ein paar Tausend Euro gehabt hatten.

00:40:57: Dass wir die einzige Filmförderung, wo es möglich war, für Postproduktionsförderungen einzureichen und auch noch erhalten haben in Niedersachsen, in Nordmedia, wo wir den Filmen gedreht hatten.

00:41:07: Und somit konnten wir auch dort die Teile der Post-Produktion machen.

00:41:11: was war für uns essentiell und auch wieder nicht nur das Finanzielle sondern auch die Ermutigung.

00:41:15: hier gibt uns eine Institution wie die Nordmedie eine Filmförderanstalt, Geld und damit den Schub.

00:41:22: Und die Erlaubnis auf die man ja immer wieder doch absurderweise hofft und wartet oder diese Bestätigung.

00:41:29: Ja go for it!

00:41:30: Wir haben uns was du uns da eingereicht hattest ich hatte da so ein Trailer geschnitten und eingereich.

00:41:36: Wir fördern die Postproduktion.

00:41:38: Und so nach einer halben Jahren waren wir dann endlich so fertig mit Schnitt-und Tonpostproduktionen.

00:41:44: Die eigentliche sage ich mal netto Arbeitszeit war gar nicht so viel, aber es war halt wie gesagt immer mit teilweise ein, zwei Monaten sogar Pause wo man halt gejobbt hat um Geld zu verdienen.

00:41:56: Und dann war die Frage so was wird hier aus dem Film?

00:41:58: Was machen wir jetzt mit den Filmen?

00:41:59: Haben wir erstmal in Deutschland Absagen bekommen und dann wurden wir eingeladen nach Locano in die First Look Sektion und das war der absolute Game Changer für uns für diesen Film weil das ist eine Reihe in Locano In der finalen Phase der Postproduktion, gerade noch Work-and-Progress Filme gezeigt werden.

00:42:19: Vor allem Fachpublikum ist es keine öffentliche Aufführung.

00:42:23: Aber für die Filmbranche war eine Jury und diese Jury hat uns dann auch den Hauptpreis in der Sektion von diesen sechs Filmen gegeben.

00:42:32: Dann stand man plötzlich im Hollywood Reporter in Deadline and Variety.

00:42:35: Und das war so krass!

00:42:37: Dieser kleine extrem persönliche ... tragelkommische film den wir da gemacht haben der hat plötzlich wie auf so eine zumindest kurz mal auf ne filmische weltbühne geschafft und das war ein unglaublich tolles gefühl.

00:42:54: ich weiß noch wie wieder in lokano zusammen waren um zwanzig-zweiundzwanzig war das und kampare trinken weil es das einzige war was es gratis gab.

00:43:05: In der campari lounge, das ist ein sponsor vom lokano film festival und da war auch die preisverleihung.

00:43:10: Es war so, also ich weiß noch als diese, es waren ja Kaludiatcic die Leiterin des Rotterdam Filmfestivals.

00:43:17: Diese Jury-Begründung vorgelesen hat und dann schon so klar wurde wen sie meint weil es wurde nicht gesagt der Winner ist sondern erst wird die Jurybegründungen vorglesen und dann ist klar wer.

00:43:26: Und dann kam irgendwie The Amazing Ensemble Cast.

00:43:29: das war immer noch ein tolles Gefühl gerade auch dass dieses Schauspiel Ensemble hervorgehoben wurden und gesehen wurde.

00:43:37: Die haben so schön gesagt, wie emotional sie durch diesen Filmen mitgegangen sind und wie sehr sie sich mit jeder der Figuren identifiziert haben.

00:43:48: Das war wirklich ein großes, großes Glücksgefühl.

00:43:53: Von da ging die Reise aber erst los.

00:43:56: Weil du gesagt hast Rückschläge auf jeden Fall viele, viele Rückschläge und auch einfach eine zweijährige Postproduktion wo man teilweise überhaupt nicht wusste wird der Film je von mehr als ... unseren Großeltern gesehen.

00:44:07: Also der Valentin, der eine Schauspieler hat immer gesagt naja ich dachte das ist halt in der Garage der Großelter aufgeführt wird und zwischenzeitlich hatte ich Angst dass er recht behalten wollte.

00:44:18: Ja ich kann vielleicht nochmal ganz kurz ergänzen.

00:44:21: also zum einen genau Jan Maier sowohl finanzieller Unterstützer als auch übernach unser Unterstützer und zum Stichwort Mutmacher gehört der auf jeden Fall auch total dazu auch einer, der mir total viel Mut macht.

00:44:34: Weil auch als Produzent ist man regelmäßig am Zweifeln und da irgendwie auch so gefühlt so eine bedingungslose, total persönlich herzliche Unterstützung zu haben, das ist einfach

00:44:44: wahnsinnig

00:44:45: viel wert!

00:44:46: Und ne filmische Leidenschaft und Begeisterung

00:44:48: des Kino.

00:44:48: Total!

00:44:49: Der weiß halt auch also dass Kinobetreiber und weiß wie man es umsetzt.

00:44:54: nirgendwo war die Premiere so schön wie in Offenburg von letzter Abend zumindest nicht in Deutschland deswegen Genau.

00:45:02: Und dann hat man, finde ich gerade auch, dass wir nur auch kurz hervorheben gesehen wie Lukas gerade seinen Ensemble vorgehoben hat oder gesagt hat so das war so schön, dass das Ensemble gelobt wurde und das finde ich halt auch so krass.

00:45:16: und auch wenn man mit Lukas am Set ist merkt man einfach was da für eine krasse Energie ist und wie präzise du aber immer wieder diese Mischung findest zwischen... Das Schauspiel darf sich selber entwickeln, aber du weißt auch was du willst und sagst dann irgendwie immer genau an die richtigen Momenten offenbar.

00:45:37: Genau das, was du jetzt aber gerade dir auch wünschst und lässt dann einen richtigen Momenten wieder den Freiraum und so.

00:45:43: Es war so faszinierend dazu zu sehen!

00:45:46: Das war so krass.

00:45:47: also da wusste ich jeder Cent meiner zweitausendfünfhundert Euro ist gut angelegt.

00:45:54: Und dann, also zurück zu Logano und so.

00:45:58: Also genau, da wurden wir nach Rotterdam eben eingeladen von der besagten Vanya... ...und

00:46:04: die Internationale für die Weltbohroführung, die öffentliche

00:46:08: eigentlich.

00:46:09: Genau, das vorher war eben Work and Progress, also eben noch kein offiziell fertiger Film sozusagen.

00:46:13: Das war fertig geschnitten aber wir haben ja auch den Preis fürs Grading bekommen ein bisschen

00:46:18: mehr.

00:46:18: Der Preis war so eine Postproduktionsgutschein Und damit konnten wir dann eben die Postproduktion wirklich endgültig fertigstellen.

00:46:25: Man muss auch da übrigens sagen, dass also es gehört halt immer wieder Glück dabei dazu.

00:46:31: Ich bin mir sicher der Film hätte auch sonst irgendwie seinen Weg gefunden.

00:46:34: aber First Look zum Beispiel ist nicht immer eine deutsche Veranstaltung sondern es hatte genau in dem Jahr den Focus Germany Und dadurch war es überhaupt möglich in dieser Sektion zu laufen.

00:46:47: Es

00:46:47: war auch so gewesen, dass es in dem Jahr zum ersten Mal wieder möglich war, dass wirklich die Leute dicht nebeneinander im Kino sitzen konnten nach zwei Jahren wo die Kultur sehr gelitten hat und ich glaube für den Film war das sehr wichtig.

00:47:01: weil dieses Gefühl diesen Film gemeinsam zu sehen der wie auch eine Zeitkapsel also der einerseits glaub ich schon was universelles erzählt und wo wir jetzt kein Film über Corona aber der schon sehr spezifisch das Setting hat.

00:47:15: Das war einfach ein tolles Gefühl zu sehen, wie das Publikum lacht und sich windet und unangenehm bestimmte Momente findet mit Wein teilweise und die Reaktion gerade auch in Rotterdam nach der Weltpremiere wo dann irgendwie ein voller IMAX-Kinosal mit fünfhundert Zuschauern so mitgeht.

00:47:37: Es war

00:47:37: einfach

00:47:39: so schön und so beglückend.

00:47:41: Ja voll!

00:47:42: Und dann sind wir eben direkt von Rotterdam, sind wir nach Deutschland und nach Saarbrücken weil wir da eben auf dem Max-Ohr-Fürz liefen.

00:47:49: Das mussten wir auch so time, dass die Uraufführung immer noch in Rotterdamm ist, weil das ist Voraussetzung wenn man im Hauptwettbewerb läuft.

00:47:59: Dann sind wir in Saarbrucken und dann hat Lukas den Preis für die beste Regie abgeräumt.

00:48:05: Dann haben wir am Abend noch gefeiert und sind noch in der Nacht wieder zurück nach Rotterdam, um dann rechtzeitig für das nächste Q&A wieder dabei zu sein.

00:48:15: Übrigens bei dem Ganzen und auch seit Locano dabei war Beta Cinema und in Person von Thorsten Ritter, der dann noch spontan hatte eigentlich ein ICE-Ticket nach Rottermann für den nächsten Tag gebucht.

00:48:26: Und dann hat er gesagt ich lasse euch Jungs jetzt hier nicht alleine durch die Nacht fahren so ungefähr und hat sich dann auf einem Beifahrersitz neben mich gesetzt und dafür mit schönen alten Filmgeschichten dafür gesorgt, dass ich nicht einschlafe während sich uns alle nach Rotterdam gefahren hat.

00:48:40: Ja im Beta-Cinema muss man sagen ist ein Weltvertrieb also World Tales Agency was mir während der Filmhochschule auch überhaupt kein Begriff war, was genau die machen obwohl ich da mal Werkstudent war.

00:48:48: aber ich war in der Filmmarteile als Werkstudent und da sieht man auch wieder während meines Amerikanistikstudiums war ich der Werkstutend.

00:48:54: diesen Kontakt.

00:48:54: dann habe ich den Locano.

00:48:55: als die Locano waren hatte ich die angeschrieben kommt doch über Kontakte Thorsten Ritter Damaligen Mitleiter vom Beta Cinema ins Kino gekriegt.

00:49:04: Und das ist eben eine Firma, die Filme lizenziert und dann verkauft ins Ausland überall auf der ganzen Welt.

00:49:13: Das war halt auch krass!

00:49:14: Weil dadurch kamen der Film durch in die Welt.

00:49:19: Die haben den wirklich gut international verkauft.

00:49:21: Und es ist

00:49:21: halt auch echt ne krasse Firma?

00:49:22: Also auch so diesen Stempel sozusagen zu haben, Beta ist mit dabei... Ja,

00:49:27: die haben halt

00:49:27: kras ...

00:49:29: deutsche Filme wie System-Springer oder auch Boy, die ich einfach krass inspirieren finde.

00:49:34: Auch in die Welt getragen.

00:49:36: und was dann interessanterweise wirklich noch schwierig war, war in Deutschland ins Kino zu kommen.

00:49:44: also wir hatten sicher ein halbes Dutzend Länder schon wo der Film ... kommen sollte, wo es Zusagen gab und in Deutschland hat sich immer noch kein Mensch dafür interessiert.

00:49:54: Obwohl Lokano, obwohl Rotterdam Hauptwettbewerb und ob wohl Max Ofürs beste Regie gewonnen?

00:50:00: Wir hatten schon die Remake-Rechte in den Niederlanden verkauft bevor wir in Deutschland irgendwas mit Kino

00:50:06: vertraglich

00:50:07: fixierten.

00:50:08: Genau!

00:50:09: Und dann hat auch das wieder Wochen und Monate lang tatsächlich auch viele eigene Initiative, dass ich mich selber hingesetzt habe.

00:50:16: Und an viele Verleihe e-mails geschickt hab oder angerufen hab.

00:50:20: Ich glaube am Ende drei Kontakte sind wir zu dem Verleih gekommen unter anderem durch Jan Maier unseren Kinobetreiberunterstützerkontakt zu dem verleiht Filmwelt.

00:50:30: Die haben den Film dann Ende August zwanzig dreieundzwanzig in einige deutsche Kinos wirklich gebracht und uns in zwanzig Städte geschickt auf Kinotour, was auch eine total tolle gemeinsame fast Klassenreise war.

00:50:46: Aber im besten Sinne also eine nette Klasse mit der man zusammen auf Klassen Reise war, also mit unserem ganzen Schauspiel-Assemble wieder.

00:50:54: Ja und dann sind wir wirklich auf die Straße für den Film gegangen, haben eine Art Straßenwahlkampf gemacht weil wir auch gemerkt haben in Sachen PR muss da noch einiges passieren.

00:51:01: Und es liefen gleichzeitig Barbie- und Oppenheimer auch an den Arthaus-Kinos.

00:51:05: was heißt das?

00:51:06: dann immer wieder die Säle geblockt waren?

00:51:08: Also hatten wir teilweise auch nur so achtzehn Uhr Vorstellungen und dann ist hier wirklich Straße gegangen.

00:51:12: Sebastian der Hauptdarsteller hat Gitarre gespielt ich habe geflyert.

00:51:17: Wir sind in jeder der Städte auch wo die Schauspieler entweder am Theater waren oder aus der sie kommen.

00:51:23: der Schauspielerin, steht groß in den Kieler Nachrichten.

00:51:25: Mit Festivalerfolg jetzt im Kino.

00:51:28: oder Valentin Richter in Dresdenburg herkommt oder Julius Forster aus Leipzig wo er am Theater ist.

00:51:36: also das hat schon sehr geholfen dass man auch immer auf die lokalen Berichterstattungen gegangen ist.

00:51:42: und ja so haben wir den Film auch gut im kino gehalten gerade hier in Hamburg.

00:51:46: auch

00:51:47: da haben wir gemerkt print is nicht

00:51:49: tot Genau.

00:51:51: Und wir hatten zum Glück auch wirklich tolle Kritiken, die den Film auch echt gut getragen haben.

00:51:56: gerade Deutschland von Kultur zB hat uns extrem unterstützt Süddeutscher Zeitung auch und ja auch gerade hier in Hamburg war es dann schön zu sehen dass der film wirklich sich lange lange im Zeisekino gehalten hat und irgendwann einmal in der Woche oder nur noch einmal im Monat lief.

00:52:12: aber er lief immer wieder und wir sind auch immer wieder hingegangen und haben viele Publikumsgespräche geführt war ich einfach auch international bis nach Shanghai mit dem Film unterwegs.

00:52:23: Also wirklich ein bis zwei Jahre, wo man sehr viele Ecken und Enden der Welt kam mit diesem Film und wo es auch ganz faszinierend war zu sehen wie auch unterschiedliche Länder, unterschiedliche Menschen mit unterschiedlicher kultureller Prägung gesellschaftlicher Prägungen auch anders auf den Film reagiert haben.

00:52:45: Super spannend und auch cool zu hören.

00:52:47: Da vielleicht auch noch mal als kurze Anschlussfrage liegt das daran, dass irgendwie der deutsche Markt besonders übersättigt ist oder in diesen öffentlich-rechtlichen Strukturen eingefahren ist?

00:52:57: Dass deswegen schwierig war den Film da ins Kino zu bringen anstatt international?

00:53:02: oder ist es einfach ein nicht so leicht herzuleitendes Phänomen?

00:53:10: Definitiv ist der deutsche Kinomarkt jetzt natürlich nicht wie der französische.

00:53:17: In Deutschland gehen die Leute im Schnitt einmal pro Jahr ins Kino, in Frankreich sind das glaube ich neun mal oder so und ich glaube wir hatten eben auch einen für den deutschen Markt eher untypischen Film sozusagen.

00:53:32: also Wie Lukas schon anfangs gesagt hat, es war eben nicht ein Film, den man jetzt so ... Also hätte man vielleicht machen können.

00:53:40: Aber wir wollten den jetzt nicht über einen Thema verkaufen oder sonst wie.

00:53:44: und das war auch... Wir haben literally Gespräche gehabt bei denen wir irgendwie den Film pitchen und uns dann von deutscher Seite gesagt wird okay aber ist es jetzt ein Drama?

00:53:56: Oder eine Komödie?

00:53:57: Na ja, ist halt ne Tragikkomödie!

00:54:02: Da sind, glaube ich andere Länder vielleicht anderes gewohnt.

00:54:06: Und ich glaube es lag schon auch an der Zeit nach Corona wo einfach alle besonders vorsichtig waren und es ist eher ein Wunder wie gut wir verkauft wurden.

00:54:13: international weil jetzt wirklich die erste auch Filmmarkt während der Berlinale war wo der Film dann verkauft wurde.

00:54:19: nach den Lockdowns war also wirklich eine große Skepsis gerade gegenüber einem deutschen Nachwuchsfilmen, der ein No-Budget-Film war ohne irgendwelche Stars.

00:54:30: Das spielt ja auch noch mal eine Rolle und das Tolle war dann eigentlich so zu beweisen auf dem deutschen Markt gerade nicht.

00:54:35: es geht wir machen mehr... das war jetzt kein Blockbuster aber verhältnismäßig für die Anzeilen an Kiosen denen der Film lief haben wir mehr wesentlich mehr Zuschauer gemacht als einige Filme in dem Jahr oder letztes übervoll ist es hier mit größeren Schauspielnamen Dann würde ich schon auch sagen, dass es eine große Vorsicht gegenüber was neuem Gegenüber Nachwuchsfilme in der deutschen Branche gibt.

00:55:03: Also ich war im Jahr darauf in der Max-Ofels-Jury und wir haben drei ganz tolle Filme ausgezeichnet als Gewinnerfilme die alle interessanterweise auch entweder gar keine oder minimale staatliche Förderung dabei hatten.

00:55:16: also das waren wirklich künstlerisch aber auch jetzt hellerisch Filmisch interessantesten Filme.

00:55:22: Und die haben alle keinen oder wenn da nur einen Mini-Mini Verlei gekriegt in Deutschland, also absurd weil sie meines Erachtens wesentlich besser waren als viele der Filme, die man hier so zu sehen kriegt.

00:55:35: und da ist dann sieht man schon eine das glaube ich dass es viele eingefahrene Strukturen gibt, die die man auch mal aufbrechen oder hinterfragen kann und soll und wird wie die jetzt ja auch

00:55:49: machen.

00:55:50: Ich glaube, staatlich gefördert ist auch noch ein gutes Stichwort.

00:55:52: Genau wir hatten eben abgesehen von der kleinen Nordmedia Förderung hatten wir eben sonst nicht schon irgendwie sozusagen so einen Stempel wo irgendwie eh schon alle möglichen Förderungen oder Fernsehsender oder sonst wie auf uns aufmerksam wurden und dadurch ist glaub ich die Skepsis noch höher gewesen so irgendwas eigenfinanziertes und das fällt dann im Ausland glaube ich einfach weniger auf einfach weniger wichtig ist sozusagen, aber das war so glaube ich für die Sichtbarkeit vielleicht auch ein bisschen Problem.

00:56:26: Dass man eben nicht irgendwie schon fünf Förderung hatte, bei denen man sagen konnte, guck mal!

00:56:32: Das Drehbuch wurde schon gefördert, die haben da schon gut befunden oder so?

00:56:36: Ja

00:56:37: und du brauchst ja oft einen Verlei um überhaupt Förderungen zu kriegen, dass es jetzt zum Beispiel an einem unserer nächsten Filme haben wir halt einfach schon verlei, obwohl der Film erst in dem halben Jahr frühestens gedreht wird.

00:56:49: Man kriegt anders gar keine Förderung teilweise ohne so einen Referenzschreiben vom Verleih und das hat mir halt alles nicht.

00:56:54: Man muss fairerweise sagen, wir haben das auch alles so kurzfristig gemacht dass...

00:56:59: ...auch

00:57:00: keine Fördere.

00:57:01: Also es hatte auch keine Fördern vorgelegt bekommen.

00:57:04: sozusagen Wir haben's nicht ohne Förderungen gedreht weil es abgelehnt wurde sondern Es war einfach alles zu kurzfristige Und das Drehbuch war erst wenige Tage.

00:57:12: manche behaupten Stunden Vortriebe beginnen fertig so ungefähr

00:57:16: Cool ist natürlich dann trotzdem eine schöne Bilanz hinter der viele Stunden Arbeit stecken und da fällt einem natürlich auch nochmal auf, dass es ohne das Netzwerk und diese ganzen Connections halt einfach nicht geht.

00:57:29: Jetzt beim Development-Programm Alliance for Development von Locano Pro die ihr auch schon erwähnt habt, habt ihr für euer neues Projekt Bourgeoisie Paraneuer den Market Breakout Award gewonnen und können nun mit einiger Förderung in die nächste Runde gehen.

00:57:45: Das Drehbuch schreibst du, Lukas wie bei letzter Abend wieder mit Sebastian.

00:57:51: Jakob Doppelbauer den Du jetzt auch schon ein paar mal erwähnt hattest der Hauptdarsteller war.

00:57:56: Und da wollte ich nochmal spezifisch fragen wie und wo die Kontakte vielleicht aus dem HMS Netzwerk euch besonders geholfen haben?

00:58:04: Wie sich die Zusammenarbeit wo einige Preise und Fördermittel erarbeitet wurden, möglicherweise verändert hat oder ob sich die Producer-Regisseurbeziehung von euch beiden verändert hat mit Bezug aufs neue Projekt.

00:58:16: Also Hamburg Media School würde ich sagen Editorin Silke Oltow.

00:58:21: Die hatte ich für zwei Kurzfilme dabei, die hat dann natürlich nicht studiert weil es da kein Schnittstudium gibt.

00:58:25: aber das ist für mich wirklich eine Person, mit der auch immer wieder zusammenarbeiten will.

00:58:32: Ich habe so viel gelernt in diesem Schneideraum präzise und wirklich ganz, ganz fast unerbittliche Editorien die einfach wie eine Chirurgin am Schneidetisch sitzt.

00:58:48: Und mit einer ganz großen Leidenschaft dabei aber auch einem sehr kühlen Kopf wenn ich vielleicht als Regisseur teilweise so reinkomme.

00:58:58: Wie kriegen wir das hin?

00:58:59: Oder oh Gott es war so toll!

00:59:00: Und sie hob mich dann in beiden Fällen immer auf dem Boden der Tatsachen.

00:59:05: Und ja, Sebastian habe ich auch während der Hamburg Media School kennengelernt.

00:59:10: Ich

00:59:11: würde sagen die unsere Arbeitsbeziehung wie schon erwähnt hat sich einfach wirklich intensiviert und total toll entwickelt.

00:59:20: was du erwähnst wir haben das Projekt eben in Lokano gepitcht dass eins von zwei Filmen sind an denen wir gerade gemeinsam arbeiten und da das war auch eine ganz tolle Erfahrung der gemeinsam nochmal durch diesen ganzen diesen ganzen Meetingmarathon in Lokano und dank der neuen Filmförderung waren wir auch letztes Jahr gemeinsam in Cannen.

00:59:39: Und ich hab das Gefühl, da hat sich einfach sehr bewährt.

00:59:43: Da sind wir mittlerweile ein sehr gutes Team bei.

00:59:45: so viel tatsächlich zum Filme möglich machen, das Netzwerken... ...und ja, dass verbündete Suche gehört!

00:59:56: Ja, ich glaube also, Lokano Pro muss man sich halt echt so vorstellen, dass über mehrere Tage hat man immer so zwanzig Minuten Und dazwischen hat man glaube ich fünf Minuten Pause und dann kommt das nächste Meeting.

01:00:07: Und es läuft so jemanden in der Klingel rum, die Meetings sind immer so wirklich zack, zack... Diese Tage miteinander zu verbringen war echt nochmal ein weiteres Schlüsselereignis weil wir da wirklich so gemerkt haben wie wir uns gegenseitig die Bälle zuspielen können, wie der eine irgendwie mehr redet wenn er merkt dass der andere gerade eher so eine müde Phase hat oder keine Ahnung also Trämen, also da waren wir einfach so Energie geladen danach und so euphorisiert.

01:00:39: Und dann haben wir halt auch mit krassen Leuten sprechen können unter anderem Ted Hope den wir beide super krass finden im Produzent.

01:00:48: Der

01:00:48: hat die frühen Engliefilme zum Beispiel alle produziert.

01:00:50: Der ist einfach total toll und hat ein ganz tolles Buch geschrieben Hop for Film.

01:00:55: Das war jetzt vor eineinhalb Jahren glaube ich in Locano

01:01:01: Und plötzlich steht er vor einem und nimmt einen so total ernst.

01:01:04: Und redet auf Augenhöhe mit einem, das war irgendwie total krass.

01:01:11: Dann haben wir irgendwann beschlossen ein gemeinsames Büro anzumieten.

01:01:17: Seitdem ist unsere Beziehung natürlich auch noch mal enger weil es auch bedeutet dass egal was bei mir jetzt zum Beispiel noch für andere Filme oder so sind Geheimer dramaturgischer Berater, Co-Produzent.

01:01:34: Weil wir einfach uns mittlerweile über alles immer austauschen egal was wir irgendwie machen und man natürlich noch viel mehr voneinander mitbekommt wenn man zusammen im Büro ist.

01:01:45: Und das Schöne ist jetzt gerade dass man endlich auch für die eigenen Herzensprojekte fünf Förderungen hat mit denen man die teilweise entwickeln kann.

01:01:58: also zum Beispiel eben Das Projekt, was du erwähnt hattest mit dem wir in Locano auf dem Markt den Preis für den besten Pitch gewonnen haben.

01:02:07: Dass noch nicht gedreht ist aber jetzt gerade in der Entwicklung ist, haben wir von der neuen Filmförderung Nest Drehbuchförderungen erhalten und das ist einfach natürlich eine unersetzliche Unterstützung

01:02:20: Was übrigens einer der wenigen Drehbuchförderungs ist wo auch die Produktion mitgedacht wird weil es ja auch als Produzent nicht so einfach ist, die ganze Zeit zu entwickeln und zu entwickeln.

01:02:30: Und dann wird immer mal wieder ein Projekt was natürlich nicht auch.

01:02:35: Bei der Nestförderung gibt's direkt auch schon bisschen Geld für die dramaturgische Leistung, die man als Produzent beisteuert.

01:02:45: Super cool zu

01:02:46: hören auf jeden Fall dass sich da das auch immer mehr verwebt und positiv nach vorne geht.

01:02:53: Linus, an dich hätte ich noch die Frage.

01:02:54: Du hast Medienmanagement studiert und da würde ich definitiv wissen wollen, welche Skills aus dem NBA du jetzt gewinnbringend bei deiner Tätigkeit in der Filmbranche spezifisch bei deinem Filmproduktionsfilmer Klinkerfilm einsetzen kannst?

01:03:11: Und bei welchen Prozessen du sehr eng mit Lukas zusammenarbeitest und welche Sachen sehr spezific in deinen Verantwortungsbereich

01:03:17: fallen?

01:03:19: Also ein bisschen habe ich es vorhin oder überwiegend, glaube ich, schon gesagt.

01:03:25: Ich glaube was mir auf jeden Fall geholfen hat an der HMS sind schon viele dabei gewesen die irgendwie das Ziel hatten früher oder später mal zu gründen und eigene Firma zu haben und deswegen gibt's schon viele Seminare oder viele Inhalte zum Thema wie habe ich eine Firma irgendwie so dass man dass sie am Ende profitabel ist und nicht vom Finanzamt plötzlich als Hobby eingestuft wird.

01:03:51: Und wie plan ich überhaupt ein Cash-Slow?

01:03:53: Also man muss sich ja vor Augen führen so einen Film, der kostet irgendwie wenn es nicht letzter Abend ist immer gut und gerne eineinhalb Millionen oder so... Und die so zu planen, dass die irgendwie bei eineinhalb Millionen kann man sich ausrechnen.

01:04:05: Selbst wenn man schon nur zehn Prozent rübergeht ist man plötzlich in dem Miesen, dass man da erst mal privat nicht mehr richtig rauskommt.

01:04:12: Insofern alle solche Sachen waren auf jeden Fall total hilfreich an der HMS genauso aber auch zum Beispiel diese ganzen Rechtsseminare und so, die ich hatte egal ob Urheberrecht oder Steuerrecht das waren alles Dinge, die mich heute sehr eng begleiten.

01:04:28: und immer wieder, wenn mir jetzt jemand sagt ja aber können wir nicht einfach das oder so.

01:04:33: Ja bedingt weil es gibt da schon rechtliche Grundlagen die wir leider beachten müssen.

01:04:39: Und wo Lukas und ich zusammenarbeiten.

01:04:41: also ehrlich gesagt Lukas ist schon ja jemand der sehr viel sich auch produzentisch involviert und involvieren möchte gerne bis ins kleinste Detail auch die Kalkulation zum Beispiel nachvollziehen möchte und all solche Dinge.

01:04:55: Und ich glaube, so wie Lukas auch vorhin gesagt hat dass dieses alte Bild irgendwie Regie gegen Produktion halt einfach kompletter Quatsch ist Auch wenn es einem wirklich bis heute immer wieder begegnet.

01:05:06: und ich glaube das ist das was uns sozusagen so stark macht oder was uns auch in der Zusammenarbeit sehr gefällt Dass wir beide irgendwie Interesse für gegenseitig sozusagen an dem haben, was wir machen.

01:05:21: Ich freue mich total wenn ich irgendwie... Was ist ich jetzt bei einem Casting dabei bin oder so und sei es auch nur dass ich da irgendwie der Kamera bin und Lukas dabei zugucke?

01:05:31: Und genauso finde ich das aber total toll!

01:05:33: Wenn das so eingefordert wird irgendwie zum Beispiel eben eine Kalkulation nachzuvollziehen weil man dann sicherstellen kann so in alte Muster verfällt und irgendwie ja halt an der Stelle so viel ausgibt, weil das macht man halt so oder so oder das hat man so gelernt.

01:05:48: Sondern sich wirklich überlegt ist eigentlich das was man ausgibt und dass was man an Geld zur Verfügung hat so angelegt, dass es am Ende dem Film zugutekommt.

01:05:56: Weil das ist ja das worum's geht!

01:05:58: Der Film soll davon profitieren sozusagen.

01:06:00: und wenn wir im Ende genau das was vor der Kamera passiert dann wenn wir am ende irgendwie ein Auto von Innenfilmen und glauben dafür, Zehntausend Euro ausgeben zu müssen.

01:06:11: Und am Ende aber merken das genauso gut im Auto meiner Mutter gewesen wäre und man den Unterschied gar nicht merkt weil man es nie von außen zeigt dann ist es halt blöd wenn man dann Zehnteusend Euro investiert hat und in Wahrheit hätte man die vielleicht einen halben weiteren Drehtag stecken können oder in was auch immer irgendwas was man eben vor der Kamera sieht.

01:06:32: Deswegen ist dieser Austausch total einzigartig und wichtig.

01:06:36: Da freue ich mich, dass man bei Lukas nicht immer wieder anklopfen muss.

01:06:40: Können wir mal bitte darüber reden, wo wir das ausgeben oder so?

01:06:44: Sondern dass es andersrum eingefordert wird!

01:06:46: Und dass wir da ganz intensiv drüber reden können.

01:06:49: Ansonsten laut... Ihr arbeitet laut der Spotinterview lieber mit Schauspielern aus dem Theaterbereich als mit solchen, die man schon aus etablierten deutschen Fernsehprogrammen kennt Lukas, du mit deinem schauspielerischen Background.

01:07:04: Was reizt dich an eine Kollaboration mit diesen Schauspielerin und Schausspielern?

01:07:09: Und bist du auch generell ein Fan von klassisch ausgebildeten Theater-Schauspielern, die in den Filmen gegangen sind wie z.B.

01:07:15: so einen Ralph Fience oder eine Judy Dench?

01:07:18: Ja absolut!

01:07:20: Ich liebe Ralph Fientz und Judy Denche.

01:07:24: Judy Denches hat übrigens ein ganz tolles Buch geschrieben über Shakespeare Und das ist rausgekommen letztes Jahr.

01:07:31: Das ist total faszinierend, weil sie unglaublich viele Shakespeare-Reulen gespielt hat.

01:07:37: Mich reizt bei der Arbeit mit diesen tollen Leuten dem ganzen Aushaumel von letzter Abend.

01:07:42: und jetzt zum Glück wächst dieses Aushaumbel gerade auch für die nächsten Filme einfach oder nicht zum Glück sondern schönerweise, weil die sind schon alle toll aber es kommen tollerweise auch noch neue tolle Leute dazu.

01:07:55: mich reiz da einfach dass die so... eine extrem virtuose Beherrschung ihres Handwerks haben.

01:08:03: zum einen, also wirklich einfach ihren Körper ihre Stimme alles so als Instrument wirklich geschult haben und gleichzeitig total toll fein justieren können für die Kamera wie sie Emotionen einsetzen.

01:08:18: Und im Idealfall und das ist dann halt mein Job auch als Regisseur dass Sie in die Lage kommen wirklich loslassen zu können vor der Kamera.

01:08:27: All das praktisch, all das mitbringen dieses ganz Fundament und dann entstehen die total faszinierenden Momente der Spontanität.

01:08:36: Die unerwarteten Momente.

01:08:37: also.

01:08:38: das ist für mich das Schönste wenn ich am Set bin und auf den Monitor schaue und es überrascht mich was.

01:08:44: Und es passiert in dem Moment etwas vor der Kamera live.

01:08:47: Das ist halt diese total tolle an Film- und Filmschauspiel.

01:08:54: Ich weiß noch, wie ich bei letzter Abend teilweise in einen anderen Raum gehen musste.

01:08:58: Weil ich so lachen musste und Ärger gekriegt habe von der Tonfrau.

01:09:02: Weil mein Gelach nicht mehr gehört hat, weil es so Spaß gemacht hat, den zuzuschauen.

01:09:05: Und wir hatten jetzt genau hier in den Räumen vor ein paar Monaten auch für eines unserer nächsten Projekte auch so eine Art Proben Workshop-Wochenende mit dem Assemblcast wieder wo ganz viele von letzter Abend wieder dabei waren.

01:09:17: Das war einfach auch wieder ... ...beglückend zu sehen, weil die sich so reinschmeißen und auch diesen Assemble-Gedanken wirklich haben.

01:09:25: Dass sie nicht... Das geht nicht um Ego!

01:09:27: Also ich habe auch bei einer Serie zum Beispiel Second Youth Regie gemacht wo ich... Ich weiß nicht was der Grund war aber es ging viel um EGO bei der Serie und Star.

01:09:37: und wer kriegt die bessere Nahaufnahme?

01:09:38: Und wer ist besser belichtet?

01:09:39: Und das ist denen allen zumindest mit denen ich drehe.

01:09:42: Total egal, das sind im besten Sinne Charakterschauspieler.

01:09:45: also genau deswegen glaube ich Ray Fiennes, Judy Denge.

01:09:50: Einfach sind total tolle Erwähnungen weil auch wenn man Interviews mit ihnen sieht so eine Bescheidenheit da sind.

01:09:56: ich habe auch Jude Law in London auf der Bühne gesehen war total begeistert oder auch eben was man hört.

01:10:02: also einer meiner großen Idol ist auch der Regisseur Mike Nichols.

01:10:05: der hat mein Lieblingsfilm die Reifeprüfung gemacht und er hat ganz viel mit Maryl Streep gedreht und er sagt halt immer das Maryl Anset kommt, egal wie viele Oscar Nominierungen sie schon hatte.

01:10:16: Und es ist immer dieses Gefühl war so oh boy I get to do this again!

01:10:20: Also er meinte she's like that girl in a high school play who is so excited be there.

01:10:25: und das wünsche ich mir in der Zusammenarbeit will ich gar nicht nennen in dieser kreativen Kollaboration mit meinen Schauspielenden und es wünschte mir das beizubehalten, diese Begeisterungsfähigkeit.

01:10:40: Dass ich in zehn, zwanzig, dreißig, vierzig Jahren hoffentlich wenn ich weiter Filme mache... Also was ich unbedingt will aber ich hoffe eben finanziert wird.

01:10:49: Wenn das... Und sei es nur mit dreitausend Euro, da muss ich irgendwie anders die Mitte zeigen.

01:10:57: Aber was ich mir hoffe beizubehalten diese Begeisterungsfähigkeit und das fehlt mir auch manchmal in manchen Stellen In der deutschen Branche.

01:11:06: Es gibt dann ganz tolle Leute.

01:11:07: Das war jetzt auch mal ein kleines Kurs zu machen.

01:11:11: so schöner bei einem ganz toller Nebeneffekt von letzter Abend, dass man mit so tollen Leuten in Kontakt kam wie Christian Schwochero, der mir geschrieben hat nachdem er letzte Abend geschaut hatte und wie toll er den Film fand.

01:11:26: Ich unterrichte ja auch an der Hamburg Media School.

01:11:27: Tollerweise immer wieder so ein Gastseminar und es ist so schön, mit den Studierenden dort gemeinsam sich gegenseitig zu ermutigen.

01:11:35: Da sind ganz tolle neue Talente.

01:11:38: Da habe ich Christian Schworrohr mitgebracht oder Jan-Odo Gerster.

01:11:40: Das sind zwei meiner Vorbilder jetzt gerade Ayshe Pollard die Regisseurin, die den tollen Film im trotten Winkel gemacht hat.

01:11:47: Und Sarah Fasilad.

01:11:49: also dass man so Gleichgesinnte immer mehr kennenlernt.

01:11:52: Vorbilder und ich glaube, das ist total wichtig in der deutschen Filmbranche.

01:11:58: Dass man sich auch ermutigt und bestärkt und ich glaub da können wir.

01:12:02: deswegen fand es interessant dass du diesen Namen genannt hast aus dem angloamerikanischen Raum.

01:12:05: Da können wir glaube ich auch ein bisschen aus diesem Raum auch noch lernen von diesen Leuten.

01:12:10: Ja, auch ich bin übrigens sehr HMS weiterhin sehr direkt verbunden.

01:12:15: Ich bin nämlich mit Klinkerfilm Teilnehmer von Get On Set.

01:12:18: Das ist so ein Trainee-Programm was die Hammock Media School zusammen mit der Moen Filmförderung macht und da habe ich jetzt gerade eine Trainee und werde auch im nächsten Jahr wieder eine Traine haben.

01:12:29: Und das ist zum Beispiel auch etwas.

01:12:32: also das steht natürlich allen Filmproduktionsfirmen zur Verfügung.

01:12:37: sozusagen dafür muss man nicht HMS-Absolvent sein.

01:12:41: Aber das ist zum Beispiel auch was, was ich irgendwie cool finde.

01:12:43: Dass die HMS sich da auch von Filmseite immer wieder für solche Dinge einsetzt und da involviert ist.

01:12:49: Und es ist bis heute so dass wenn man über den Filmflur geht oder auch wenn ich jetzt andere Projekte mit HMS-AbsolventInnen mache dann heißt es ganz häufig ja übrigens Die HMS würde uns jetzt noch mal Technik für einen Teaser zur Verfügung stellen oder solche Dinge.

01:13:05: also man bleibt da der HMS weiter verbunden sozusagen und er hat auch weiterhin von der HMAS Möglichkeiten da noch anzuknüpfen.

01:13:15: Ich finde es schön zu hören, dass du auch erwähntest nur noch die Verbindung pflegst zur HMS oder auch mit den Studis in Kontakt kommst.

01:13:22: das natürlich super cool!

01:13:26: Und dann würde mich auch interessieren nochmal wem oder wem nicht du gerade diesen Filmstudiengang empfehlen würdest?

01:13:33: Oder ob du generell eine Empfehlung dafür aussprechen würdest.

01:13:36: ich hatte ja schon gehört Dass du gesagt hast, dass das für dich auch auf jeden Fall der gute Weg war da den Einstieg zu finden.

01:13:43: Aber das wäre noch mal interessant zu hören wer da reingehört vielleicht oder was man vielleicht dafür mitbringen sollte.

01:13:51: Also es hat sich sicher auch ein bisschen was geändert seit in den paar Jahren wo ich jetzt weg.

01:13:56: ich bin als Student dort, weil einfach auch teilweise andere Dozierende und eine andere Leitung da ist.

01:14:04: Ich glaube was wichtig zu wissen ist – und das mir gar nicht klar war damals, weil ich einfach dorthin gegangen bin an die staatliche Filmhochschule, wo ich hergenommen wurde -, dass man als Regie erst mal keine eigenen Sachen verfilmt sondern Filme von Drehbuch-Schreivenden also Drehbücher kriegt und das es auch wirklich innerhalb von zwei Jahren ist.

01:14:25: Auf jeden Fall diese zwei Jahre haben wirklich den Vorteil, du weißt schon bei Studienbeginn wann dein Abschlussfilm ist.

01:14:30: Es macht aber auch einen großen Druck!

01:14:32: Du kannst dich jetzt nicht so lange erst mal künstlerisch ausprobieren und das glaube ich danach habe mich schon manchmal gesehen so und es war sicher auch Teil des Prozesses bei letzter Abend wirklich meine eigene filmische Stimme zu finden.

01:14:45: Und was da auch wirklich geholfen hat beim letzten Abend ist jetzt für Linus und mich wie ein Proof of Concept zu haben und die tragikomischen... Tonalität, dieses Genre.

01:14:54: Diese Art von Film meine ich wenn ich jetzt auch meine neuen Projekte pitche und vorstelle.

01:15:00: Aber was sich da wirklich gelernt hat war Handwerk die Leitung vom großen Team diese ganzen Produktionsprozesse von Vorproduktion bis im Tonstudio die Abnahme zu machen.

01:15:15: Da hat man halt, weil die Hamburg Media School auch wirklich da ein tolle Postproduktionshäuser, tolle Vernetzung hat eine wirklich schöne Möglichkeit.

01:15:24: und ja ich glaube was auch spannend ist dass man viele unterschiedliche Gastduzierende hat, die so... Also ich weiß noch eins meiner schönsten, wichtigsten Seminare war Nikolas Wackerbad.

01:15:43: Der hat den Film Casting gemacht einer meiner deutschen Lieblingsfilme und der habe ich einfach extrem viel über Schauspielinszenierung nochmal gelernt Und auch erinnere mich noch an ganz viele Sachen heute.

01:15:57: Ich würde sagen, ich würde es Leuten empfehlen, die sich schon ausprobiert haben filmisch Und die wirklich auch ein Netzwerk und einen Sprung in die Branche auch kriegen wollen.

01:16:08: Also für Leute, die schon ein bisschen Erfahrung gesammelt haben und für die das schon auch sicher ist Film ist mein Ding und da will ich ihn.

01:16:18: Da ist natürlich der Medienmanagement Studiengang etwas breiter angesetzt und gerade deswegen würde es mich darin interessieren ob du das auch teilst.

01:16:27: die Erfahrungen.

01:16:29: also man muss ja Sachen mitgebracht haben auf jeden Fall ein bisschen Arbeitserfahrung, aber da würde mich auch von dir interessieren.

01:16:36: Linus, wen du da siehst also wer und wer nicht dem das zu empfehlen ist?

01:16:42: Und was man da auch sonst so mitbringen sollte.

01:16:45: Ja genau wie du gerade schon gesagt hast Ist der Studiengang ein bisschen breiter aufgestellt und insofern bietet er finde ich schon noch den Freiraum irgendwie auch so ein bisschen Dinge auszuprobieren und zu schauen.

01:16:56: Was is eigentlich so meine Richtung?

01:16:59: Ich bin da auch hingegangen mit dem Gedanken, okay eigentlich wahrscheinlich filmen.

01:17:03: Aber was gibt es denn überhaupt noch sozusagen?

01:17:05: Und dann war's für mich vielleicht ein bisschen Proof of Concept.

01:17:09: das ist dann eben trotz all der anderen Dinge die mir vorgestellt wurden trotzdem wieder Film sein musste.

01:17:16: für mich aber insofern wenn man jetzt schon so einen ganz genauen Plan hat dann wobei ich auch nicht weiß da gibts mittlerweile glaube Wahlpflichtmodule oder so, die wir damals noch nicht hatten.

01:17:28: Wenn man einen ganz genauen Plan hat dann vielleicht lieber einfach direkt genau das machen.

01:17:35: Bei mir war es so dass auf jeden Fall wirklich in Sachen Gründung ziemlich viel darüber gesprochen wurde.

01:17:41: also wer irgendwie sich vorstellen kann später ein Unternehmen zu gründen egal ob Marketing im Kreativbereich oder sonst wie.

01:17:49: Dann gibt's da glaube ich echt gutes Skills und ich fand Profs oder die Dozierenden insgesamt einfach wirklich sehr überwiegend, sehr gut.

01:18:00: Es wird ja auch immer viel evaluiert man kriegt irgendwie jedes mal nach dem Seminar so ein Feedbackbogen und all solche Dinge.

01:18:09: Das war sehr spannend und ich glaube, wem würde ich es nicht empfehlen?

01:18:15: Ja genau also wenn man schon einen ganz klaren Plan hat und man muss halt wirklich sagen... Also ich glaube ich würd's.

01:18:20: auch Leuten die eben Eigentlich schon wissen, dass sie zum Film gehen wollen würde ich es eigentlich nicht empfehlen.

01:18:29: Weil wenn man das schon so klar für sich ausgemacht hat dann sollte man glaube ich wirklich eher versuchen Filmproduktion.

01:18:35: also wenn man jetzt auf Produzentenseite sein möchte dann sollte mal eher versuchen wirklich direkt Filmproduktion zu machen.

01:18:43: Vor allem deswegen gar nicht so sehr weil ich glaube dass man sich die Sachen nicht anschaffen kann das kann man total.

01:18:50: aber vor allem deswegen war das HMS Netzwerk im Media Management Jahrgang kein Filmnetzwerk ist, sondern eben eher ein in andere Management-Bereiche und in Marketing.

01:19:02: Und solche Dinge.

01:19:04: Wenn man sich da in der Spezialisierung schon so sicher ist, sollte man eher in die Spezialisierung gehen.

01:19:09: Seitdem man will wirklich Indie-Filme machen und gründen, dann könnte es doch wieder interessant sein!

01:19:15: Vielen Dank für diese Einschätzung von dir und auch von euch beiden.

01:19:21: Vielen Dank für das Gespräch.